Sonntag, 1. November 2020

Herbstferien - Ostsee

Das war eine Zitterpartie im Vorfeld und wir sind ziemlich dankbar, dass Mecklenburg-Vorpommern kurzfristig das Beherbergungsverbot kippen musste und unser Landkreis, zumindest bis zu unserer Abreise, noch nicht als Risikogebiet galt. So konnten wir doch noch unsere Woche an der Ostsee verbringen und die Akkus aufladen.


Gewohnt haben wir diesmal in einer Ferienwohnung. Campingplatz war uns wettertechnisch und auch wegen der Pandemielage zu unsicher. Die Entscheidung war gut so, denn die Regenstunden konnten wir so gemütlich im Haus mit Brettspielen und so weiter verbringen.
Unser Urlaubsort war ein Ortsteil von Rerik. Als wir am ersten Urlaubstag zum Salzhaff wanderten, konnten wir ganz viele Kitesurfer bestaunen. 


Die Kinder (erstaunlicherweise beide) wünschten sich Zoo. Da zog wohl der Werbespruch, der den Rostocker Zoo als den Besten beschrieb. Also schlenderten wir durch den wirklich weitläufigen Zoo und verbrachten einige Zeit in den Streichelgehegen.


Natürlich standen auch lange Strandspaziergänge auf dem Programm, immer dabei war der Drache meiner Tochter, der ganz im Gegensatz zu den vielen Lenkdrachen immer zuverlässig in der Luft stand. 


Entlang der rauschenden Wellen - herrlich.


Diese Strandwanderung und dann bis zum Leuchtturm Buk hat mir besonders gut gefallen.


Ein ganz klein wenig Kultur durfte auch sein, das Doberaner Münster kannte ich schon, aber schön war er trotzdem noch mal anzusehen.


Auch bekannt war mir Warnemünde. Es war schön ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen an die Monate, die ich hier mal gewohnt habe. Dabei ist mir dann auch aufgefallen, dass ich seit 20 Jahren nicht mehr an der deutschen Ostsee war (sieht man mal von der Durchreise nach Schweden ab) und wir haben beschlossen, dass es nicht wieder so lange dauern soll.


Den anlandenden Fähren zuzusehen weckte ein wenig Fernweh, ob wir wohl auch mal wieder nach Schweden fahren?


Außerdem konnten wir die recht begrenzte Speisekarte des Sohnes erweitern. Backfischbrötchen hat ihn überzeugt. Die Tochter leider nicht so, Bismarckhering wurde schon vor dem Kosten abgewählt. Schade.


Der letzte Tag war vernieselt und trüb, aber das hat uns nicht gestört. Wir haben uns, das ist das wichtigste. Ein kurzer Ausflug nach Kühlungsborn war trotzdem drin.


Nun heißt es "Auf Wiedersehen" Ostsee und der November erwartet uns mit einem "Lockdown". An und für sich, finde ich nicht, dass wir uns großartig einschränken müssen. Wir sind eben gerade nicht die Generation, die durch Nachtclubs zieht, jeden zweiten Abend in ein Restaurant, oder Kino geht. Ein Geburtstag im größeren Familienkreis fällt aus, aber das können wir verkraften. Auch mein Yoga kann ich dann gut zu Hause machen. Ein wenig schade ist es um die sportlich- und musikalischen Aktivitäten meiner Tochter, aber nicht zu ändern. Viel schlimmer finde ich, was die ganze Situation die trifft, die jetzt wieder um ihre Existenzen kämpfen müssen und was sie psychisch mit uns macht. Einfach nur, weil sie nötig ist und auch in gewisser Weise Ängste schürt. 
Außerdem bin ich ganz langsam müde vom Home Office. Was von der Logistik ganz praktisch erscheint, verbindet aber zwei Bereiche meines Lebens, die ich viel lieber strikt getrennt sehe. Ich merke, wie mich das auf Dauer belastet. 
Nun machen wir das Beste draus, es könnte alles viel schlimmer sein.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

#lillesolschnittzeljagd

 Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen an der Schnittzeljagd von Lillesol & Pelle teilzunehmen.


Für das [Werbung] lillesol women No.56 TShirt habe ich mir im örtlichen Stoffladen einen recycelten French Terry geholt. Ich wollte unbedingt ein Uni-Shirt nähen. Mit den halblangen Armen ist das Shirt nun auch bestens für den Herbst geeignet. Eine schöne Stickerei gab es auch noch dazu.


Ich bin sehr zufrieden mit dem Schnitt und werde dem Shirt sicherlich noch andere im nächsten Sommer folgen lassen.



Dienstag, 20. Oktober 2020

Blau - Gelb

"Mama, ich trage heute komplett von Dir genähte Sachen, bis auf die Socken." 

Das stellte das Kind letzten Samstag fest, als die ihren neuen Pulli und neue Hosen trug. 


Den Stoff für das Shirt hat sie sich selbst im Stoffladen ausgesucht. Daraus habe ich ein Shirt aus der Ottobre 1/2020 genäht. 


Schon vorher hatte ich eine "Deine Jill" aus einer Art Cordjersey genäht. Definitiv kein Stoff, den ich noch einmal kaufen werde, denn er hat sehr leicht Fäden gezogen und so war schon während des Nähens ein Loch im Stoff.


Shirt und Hose passen nun ganz gut zusammen.


Meine Tochter liebt vor allem die Taschen.


Mit diesem herbstlichen Gruß schaue ich bei Creative Lovers,  DvD und Creadienstag vorbei.


Dienstag, 13. Oktober 2020

Rafftoptunika

 Beim offenen Probenähen von Schnabelina habe ich gern mitgemacht. Für meine Tochter habe ich Größe 134 genäht, aber statt Bündchen an Hals- und Ärmelsaum habe ich Einfassstreifen genäht. 


Unten dran durfte ein Fertigbündchen. Ich habe eine ganze Weile durch meine Stoffe geschaut, bevor ich mich für eine Kombination entscheiden konnte. Mit dem Stoffrest von diesem Kleid, bin ich aber ganz zufrieden.


Meine Tochter übrigens auch. 


Obwohl ich am Anfang skeptisch war, bin ich nun nach intensiven Tragen von der Tunikalänge überzeugt. Ich glaube, da werde ich noch eine Version nähen.


Hier noch ein paar Details von der Raffung...


...und dem Saum mit lila Glitzer.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Bluse Sydney

 Zwei Jahre stand die Bluse Sydney auf meiner "To Sew" Liste. So lange lag auch schon der Stoff bereit, das Schnittmuster war abgepaust und trotzdem ist es nie so richtig los gegangen. 

Ich und Blusen... das ist irgendwie keine dicke Freundschaft. Ich trage sie nicht übermäßig gern, weil ich mich eingeengt fühle, außerdem bringen sie doch einen gewissen Pflegeaufwand mit sich. Denn einfach aus dem Schrank nehmen und tragen funktioniert oft nicht. Aber schick sehen sie trotzdem aus.


Genäht habe ich sie nun auf dem Nähtreffen in Rathen, als Projekt welches nur eine Nähmaschine benötigt (habe aber letztendlich doch ein wenig die Overlook benutzt). Die Taschen auf der Brust habe ich weg gelassen. Ich befürchtete, dass diese bei mir auftragen würden, außerdem sind Brusttaschen nicht wirklich meine Stärke. Mit dem flutschigen Stoff, zwei Taschen in selber Höhe und Größe und sauber genäht... das war mir ehrlich zu anstrengend für ein Nähtreffen.


So ist meine Sydney sehr "basic" aber ich muss sagen, ich finde sie ganz angenehm zu tragen. Ich werde am Ende des Jahres berichten, ob sie auch wirklich ausgeführt wurde, oder nur im Schrank hing. Ein paar Monate habe ich ja noch bis zum Rückblick.


Zeit mal wieder bei Du für Dich am Donnerstag vorbeizuschauen.

Dienstag, 29. September 2020

Kleine Kosmetiktasche für den Mann

 Ebenfalls auf dem Nähtreffen vorletztes Wochenende entstand diese kleine Kosmetiktasche.


Ein ähnliches Modell hatte ich schon mal für meinen Papa genäht, konnte mich aber nicht mehr an das Schnittmuster erinnern (war leider nicht so schlau den Blogpost von damals zu besuchen) und glaubte es im Buch: Tolle Taschen selbst genäht gefunden zu haben. 


Die fertige Tasche erschien mir nun doch etwas kleiner als das ältere Modell, aber für meinen Mann wird sie reichen. Die Tasche ist für den Campingurlaub gedacht. Viele Waschutensilien besitzt mein Mann sowieso nicht.


Auch wenn das Arbeiten der Tasche mit dem Schrägband zunächst schwierig erscheinen mag, finde ich, dass sie doch recht schnell und einfach genäht ist. So ein kleines Projekt ist genau richtig für einen Nähtreff, weil man nicht so viel Platz am Arbeitsplatz braucht und auch nur eine Maschine.

Den kostenlosen Schnitt Portobella gibt es hier.

Dienstag, 22. September 2020

Klein und geheim...

...war das Nähprojekt der letzten 2 Wochen. Doch heute kann ich auflösen, denn diese kleinen Magic Pouches haben ihre neuen Besitzerinnen gefunden.


Die Idee zu unserem Nähbloggerwochenende allen so eine kleine Tasche zu schenken hatte ich schon im Februar. Genäht habe ich dann trotzdem auf den letzten Drücker. Allerdings hat es richtig viel Spaß gemacht die schönen Stoffe miteinander zu kombinieren und so Tag für Tag ein neues Täschchen entstehen zu lassen.


Gefüllt habe ich sie dann mit ein paar Klammern, etwas Garn und Süßkram. Nervennahrung kann man immer gebrauchen. 


Außerdem gab es noch ein extra Label.


Unser Nähwochenende in Rathen ist nun schon Geschichte und zwar eine ziemlich schöne und lustige. 

Dienstag, 15. September 2020

Herbstgruß

 Wer nichts macht, kann auch hier nichts zeigen.

Die letzten Wochen hat mich der Arbeitsalltag ein wenig aufgefressen. Wenig Zeit für mein Nähzimmer und das, was ich genäht habe, ist noch geheim. 

Aber am Sonntag bei 30 Grad im Schatten fiel es mir ein, ein wenig Herbstdeko zu basteln. 

Genäht habe ich mir einen kleinen Pilz -frei Schnauze - aus Resten, die noch auf dem Nähtisch lagen. Dann ging es runter auf die Wiese zum Moos sammeln.
In der Bastelkiste fand sich noch das ein oder andere Dekoelement. Die Sammeltasse hatte mir eine liebe Kollegin geschenkt, und eigentlich wollte ich da Kerzen rein gießen, doch so ist es auch schick.
So ziert die Tasse nun mein Nähzimmerfensterbrett und die Sommerdeko ist ausgezogen.
Gleich ein Motivationsschub, um wieder öfter an den Nähmaschinen zu sitzen. Denn von dort habe ich meine Deko immer im Blick.

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