Unser Seifenbeutel war schon etwas in die Jahre gekommen, so dass ich flott einen neuen gehäkelt habe.
Dienstag, 4. August 2026
Dienstag, 28. Juli 2026
Faltbarer Einkaufsbeutel
Das kostenlose Schnittmuster für einen Einkaufsbeutel bei Snaply musste ich nähen. Frau kann ja nie genug Stoffbeutel in ihrer Tasche haben.
Und so schaut der Beutel auseinandergefaltet aus.
Damit versuche ich aus meinem Blogloch aufzutauchen und schaue bei DvD und Creativsalat vorbei.
Montag, 27. Juli 2026
Buchtipp: Frieda
Gegen das Vergessen – Ein Blick in die Familienakten aus NS‑Zeiten
Frieda von Geraldine Oetken ist kein Roman, keine
ausgeschmückte Geschichte – es ist die beharrliche Recherche einer
Urgroßnichte, die weit über das Leben ihrer Verwandten hinaus in die Abgründe
der NS‑Zeit vordringt.
Drei Jahre lang hat die Autorin versucht, Fakten und Spuren
über das Leben ihrer Urgroßtante Frieda zusammenzutragen, die 1941 in einer
Anstalt für Menschen mit Behinderungen starb. Sofort denkt man an die
systematische Euthanasie und den grausamen Umgang mit Menschen, die nicht der
nationalsozialistischen Norm entsprachen. Doch über Frieda selbst ist kaum
etwas erhalten: eine klinisch saubere Akte, ohne Hinweise darauf, wie sie
lebte, wer sie war oder wie sie starb.
Also beginnt Oetken, in den weiteren Kreisen zu suchen. Sie
durchforstet Patientenakten, gräbt tief in der eigenen Familiengeschichte und
schreckt nicht davor zurück, als sich zeigt, dass auch ihre Vorfahren Teil des
Systems waren – und sie selbst indirekt Nutznießerin der damaligen Erträge ist.
Das Buch macht eindringlich klar, dass Nazideutschland nicht
nur aus Hitler, Goebbels und der Machtzentrale bestand. Millionen Menschen
trugen das Regime mit, oft weit entfernt von Berlin, und wurden so zu
Täterinnen und Tätern. Viele der Fakten und Statistiken, die Oetken
zusammenträgt, scheinen zunächst nicht direkt mit Frieda verbunden – und doch
zeichnen sie das Umfeld, in dem Frieda lebte und starb, mit erschütternder
Präzision nach.
Frieda ist ein wichtiges, berührendes und aufklärendes Buch. Trotz seines dokumentarischen Charakters liest es sich erstaunlich anregend; der Erzählstil hält einen mühelos im Text. Für alle, die sich mit Familiengeschichte, Erinnerungskultur und der Frage nach individueller Verantwortung im NS‑Staat beschäftigen, ist es eine klare Leseempfehlung.
Montag, 13. Juli 2026
Buchtipp: Der Einsiedlersommer
Einfühlsam, wichtig und ohne Schnörkel
Heute möchte ich Euch dieses wunderschöne Buch ans Herz legen.
Mich hat diese Geschichte sofort begeistert: ein einfühlsamer Roman
über Natur und unseren Umgang mit ihr, über Verlust, Freundschaft und
die Kraft, wieder zu sich selbst zu finden. Ein kleines Geheimnis aus
der Vergangenheit verleiht dem Buch zudem genau die richtige Portion
Spannung.
Die Hauptfigur Eva nimmt eine Kartierungsstelle in einer kleinen
Gemeinde in Norwegen an. Sie flieht aus Oslo, wo sie die Erinnerungen an
die Todgeburt ihres Sohnes nicht loslassen, und sucht Abstand von ihrem
Partner Eirik. Die Aufgabe, einen ausgestorben geglaubten Käfer in den
alten Eichenwäldern aufzuspüren, soll ihr helfen, wieder Boden unter den
Füßen zu gewinnen. Doch der Neustart gestaltet sich schwieriger als
gedacht: die spröde Nachbarin Olga, eine Bergbaufirma, die die
wertvollen Wälder roden will, und Eirik, der nicht bereit ist, sie
einfach gehen zu lassen.
Mit Rückschlägen, aber stetig, arbeitet sich Eva voran – durch die Wälder und durch ihre eigenen Wunden.
Besonders gefallen hat mir die Offenheit der Figuren. Es gibt keinen
künstlich erzeugten Twist durch unnötiges Schweigen, wie man es aus
vielen Romanen kennt. Stattdessen entwickeln sich Beziehungen – vor
allem die zwischen Olga und Eva – ganz natürlich und lebensnah.
Auf vielen Ebenen kann dieses Buch überzeugen. Definitiv eine Leseempfehlung.
Montag, 6. Juli 2026
Gelesen im Juni
Der Juni 2026 hatte es in sich. Es war viel los bei uns, eine Jugendweihe, ein Abiabschluss und naja leider auch weniger erfreuliche Dinge, vor allem rund um meine Eltern. Altern ist halt nichts für Feiglinge.
Ich kann gar nicht sagen, ob ich viel Zeit für mich hatte oder nicht, ein paar Nähwerke sind entstanden und ein paar Bücher habe ich mir in schlaflosen Nächten reingezogen.
Hier meine Übersicht.
Mein Highlight war Der Einsiedlersommer, das Buch hat mir vor allem gefallen, weil es so geradeheraus, oder anstrengende Twists, aber trotzdem spannend war. Ich werde noch mal gesondert dazu schreiben, denn das Buch hatte ich von Vorablesen bekommen.
Auch gut fand ich Alle glücklich und Wir sehen uns wieder am Meer.
Meinen Geschmack so gar nicht traf The Mistake, welches ich mir als Hörbuch gegönnt hatte, nachdem auch ich die gehypte Serie Off Campus geschaut hatte. Was auf dem Screen noch ganz unterhaltsam war, war in der Buchvariante nicht nach meinem Geschmack. Das war mir zu platt.
Auch mit Julia Wolfs Du, Hier konnte ich nicht viel anfangen.
Dienstag, 23. Juni 2026
Musikquilt - wenn sie flügge werden
Der 18. Geburtstag meiner Nichte stand an und da sie so wie mein Sohn dieses Jahr die Schule abschließt und das Haus zum Studieren verlassen wird, dachte ich, ich nähe ihr einen Quilt für die Fremde.
Da sie sehr auf klassische Musik steht, wählte ich das als Thema für meine Stoffe und musste feststellen, dass eine Vielzahl von Stoffen mit Musikmotiven schwarz/weiß ist.
Für ein wenig Farbe sollte ein Kombistoff sorgen und dann fing das Nähen der Streifen los.
Schade nur, dass die Freude über den Quilt nicht ganz so war, wie von mir erwartet. Ich vermute, die Botschaft "Hier kommt etwas, was Dich auch in der Ferne warm halten soll." wurde nicht so richtig verstanden. Liegt vielleicht auch am Alter.
DvD und Creativsalat
Freitag, 19. Juni 2026
Shirt Sonni - Shirt mit Schulterpolstern
Ein kastiges Top konnte ich mir sehr gut an der Teenagerin vorstellen.
Aus dem schon seit längerer Zeit beliebten Frotteejersey entstand daher ein Shirt Sonni.
Nur fotografieren ließ sich das Shirt nicht so gut, da die Kontraste sehr stark waren.
Dienstag, 16. Juni 2026
Hobby Horse - echt jetzt?
Ich dachte ja eigentlich ich wäre durch mit Plüschtieren, die Kinder sind ja schon groß.
Doch hey, die Teeniemädels haben manchmal verrückte Ideen. Nachdem hier die letzten zwei Jahre intensiv therianert wurde, kamen die Mädels letztens mit zwei Sockensteckenpferden angehüpft. Im Zuge ihrer "Self-Care"-Sport-Orientierung, wurde "Hobby-Horsing" zur neuen Sportart erkoren. Die Freundin hatte auch schon ein richtiges Hobby-Horse und Hürden, etc.
Ein Hobby-Horse kann ich auch, dachte ich mir und fragte meine Tochter, ob sie gern eines hätte. Zugegeben, ich nähe doch auch gern Plüschtiere, auch jetzt noch.
So entstand an einem Wochenende mit Feiertag dieses Schätzchen hier. Der Schnitt und die Stoffe von kullaloo. Augen uns Nüstern sind aufgestickt, die Wolle für die Mähne, sowie der stecken aus dem Baumarkt um die Ecke.
Ich finde ein cooles Projekt, das uns viel Spaß gemacht hat (meine Tochter hat mitgeholfen). Die Fotos waren allerdings gar nicht so einfach, da musste man Mann herhalten.
DvD und Creativsalat





