Montag, 26. Oktober 2026

Buchrezension: John Green - Hollywood Ending

 Bei Vorablesen.de habe ich mal wieder ein Rezensionsexemplar gewonnen und war voll großer Vorfreude auf den neuen Roman von John Green. 

Ganz wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, aber lest hier meine Rezension dazu:

Mit „Hollywood Ending“ führt uns John Green in die Welt von Hollywood. Zwei junge Schauspieler, Juniper und Kai, drehen gemeinsam einen Film und werden während der Dreharbeiten und der anschließenden Promotour zunächst Freunde, später ein Paar. Mit wachsender Bekanntheit und wachsendem Erfolg müssen sich beide ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Wie ehrlich ist man in Hollywood, und wie sehr kann man dort lieben? Diese Fragen will der Autor anhand seiner Hauptfiguren verhandeln.

Der Einstieg fiel mir nicht leicht. Weder die Figuren noch das Setting erschlossen sich mir sofort. Juniper, ehemaliger Kinderstar, wirkt abgebrüht und erfolgsorientiert, Kai dagegen etwas verpeilt und fehl am Platz im Showbusiness. Das ist sicher beabsichtigt, erschwerte mir aber zunächst die Identifikation. Sympathisch waren mir beide anfangs nicht, sie wachsen erst im Verlauf des Romans.

Die Geschichte ist simpel gehalten und bleibt von der Lebensrealität der meisten Leser weit entfernt. Zwei zentrale Themen prägen die Figuren: die elterliche Vernachlässigung bei Juniper und der Missbrauch bei Kai. Beide Themen wirken bis in die Gegenwart der Handlung hinein, werden aber nicht in der Tiefe beleuchtet, die sie verdient hätten. Die Liebesgeschichte empfand ich zunächst als Anti-Love-Story.

Insgesamt hat mich der Roman nicht wirklich abgeholt, unterhaltsam war er dennoch.

Dienstag, 20. Oktober 2026

Frottee - the hot stuff

 Frotteejersey ist ja dieses Jahr der heiße "Sch...", dem habe ich mich nicht entzogen, weil ich Stoffe mit besonderer Haptik sowieso schon mag. Mittlerweile habe ich schon drei Shirts aus dem Stoff genäht und hier zeige ich das Erste.

 
Außerdem im Trend sind Neonfarben. Nun ja, Neon ist dieses Shirt nicht, aber trotzdem schön farbenfroh. An der Begrünung im Hintergrund kann man sehen, dass ich das Shirt bereits im Frühsommer genäht habe. Getragen wird es allerdings erst jetzt. 

Denn das Material ist dick und wärmend, eher nicht so geeignet für heiße Sommertage, dafür umso mehr für Tage, die zwischen warm und kalt schwanken.

Der Schnitt ist Frau Amy von Studio Schnittreif.

 DvD und Creativsalat

Montag, 19. Oktober 2026

Buchtipp: Gnadenopfer von Viveca Sten

 
Ab und zu lese ich auch ganz gern mal einen Krimi und dann besonders gern von Viveca Sten. Hier mein Leseeindruck zu ihrem neusten Roman aus der Hanna Ahlander-Reihe.

„Gnadenopfer" ist der fünfte Band der Reihe um Hanna Ahlander und die Åre-Morde und im typischen Stil der Reihe geschrieben: Die Perspektive wechselt zwischen Opfer, Täter und Ermittlern.

Auch diesmal ist das Thema mit einem Hauch Gesellschaftsreflexion angereichert. Ein Mörder tötet alte, pflegebedürftige Menschen und behauptet, ihnen damit einen Gefallen zu tun. Doch wer steckt dahinter? Jemand vom Pflegedienst, die Bezirkskrankenschwester, der Postbote?

Hanna nimmt den Fall auf. Nach der langen Eiszeit zwischen ihr und ihrem Kollegen Daniel raffen sich beide auf und arbeiten wieder professionell zusammen. Dabei versuchen sie, ihre Gefühle füreinander zu ignorieren – schließlich ist Hanna mit Henry zusammen, und auch Daniel datet wieder.

Die Ermittlungen sind erneut sehr spannend, es gibt viele potenzielle Täter, und natürlich endet das Buch dramatisch. Ein halbes Sternchen Abzug gibt es für die etwas seltsame Auflösung. (Spoiler: Auf 450 Seiten werden die möglichen Mörder nacheinander abgeklopft, nur damit am Ende jemand überführt wird, der zuvor gerade zweimal im Buch erwähnt wurde.)

Ansonsten war es wieder gute Krimikost aus Schweden. 

Freitag, 16. Oktober 2026

Shirtkollektion für den Teenager

Im Frühsommer erwähnte das Kind, dass ihm T-Shirts fehlen und ich bekam die Erlaubnis zum Nähen.

Hier seht Ihr als erstes das Basic Top Resa von creaResa. Dies ist aus einem Strickstoff genäht, den ich persönlich sehr schick finde. Das Kind trägt gerne Strick, aber dieses Shirt ist es irgendwie nicht geworden.

An zweiter Stelle ein einfaches Shirt. Ich kann nicht mal mehr sagen, welcher Schnitt das war. Der Stoff lag schon lange im Schrank und ist sehr dünn. Das Shirt wurde auf alle Fälle getragen.

Das hellblaue (ja auch eine Trendfarbe bei Teenies) wurde sehr gern getragen. Es sieht aus wie eine Frau Amy, bin mir aber nicht sicher, ob es auch dieser Schnitt ist. Mittlerweile kann ich schnittmustertechnsich ja aus den Vollen schöpfen, da die Damengröße 34/36 erreicht ist.

Zuletzt ein Trägertop nach einem Schnitt von Pattydoo, was allerdings noch zu groß ist. Hier sollte einfach nur der Rest vom Stoff vernäht werden. Das andere Shirt, was dazu entstanden ist, habe ich noch nicht einmal fotografiert, wie mir gerade auffällt.


In Summe kann ich sagen, dass Schnittexperimente eher in die Hose gingen und die klassischen T-Shirts gut angenommen wurden. Die anderen eher nicht so.

Dienstag, 13. Oktober 2026

Palazzohose im Leinen-Look

 Die Palazzohose von Lillesol und Pelle hatte ich bereits letztes Jahr schon einmal genäht. Als der Sommer voranschritt wollte ich noch eine nähen und bestellte mir einen Baumwollstoff in Leinen-Look. Wie es manchmal so ist, hat mich der Sommer bei meinen Nähplänen überholt, so dass ich erst zum Nähwochenende dazu kam das Projekt umzusetzen.


Der Stoff ist leicht und gefällt mir von der Struktur her gut. Vielleicht ist er ein wenig dünn, aber für den Sommer gut geeignet.


Der Schnitt der Hose ist super für mich geeignet und ich bin mir sicher, den werde ich bestimmt noch ein paarmal umsetzen.


Auf dem Foto sieht man, warum ich den Stoff als zu dünn empfinde. Man sie die "Dellen" im Bein doch recht deutlich durch.

Zunächst wird sie wohl erstmal im Schrank bleiben, die Temperaturen schreien ja eher nach wärmeren Sachen.

DvD und Creativsalat

Mittwoch, 7. Oktober 2026

MMM mit Sommerhighlight 2026

 Ich habe jetzt wirklich überlegt, ob ich zum ersten Oktober noch ein Sommerblüschen zeige, oder nicht, aber mich nun doch dafür entschieden. Hauptgrund ist, dass der Schnitt und die damit umgesetzte Bluse, die ich hier bereits im Juni zeigte, mein absolutes Lieblingsteil diesen Sommer war. 

Hier hat einfach alles gestimmt, der Schnitt, der Stoff, die Farbe. Warum also nicht genau so noch einmal nähen? Den Stoff gab es ja auch in anderen Farben. Gedacht, getan.


Den luftig leichten Viskose Crinkle plissiert gab es bei Evlis Needle und das Projekt ließ sich auch sehr gut am Nähwochenende mit den Dresdner Nähbloggerinnen umsetzen.


Warum ich die Bluse so mag? Zum einen kaschiert sie gut die mittlerweile doch etwas ausufernden Formen. Sie ist luftig für die heißen Tage und sieht auch nach einer Fahrt auf dem Fahrrad noch gut aus und kann auch im formellen Audit auf Arbeit bestehen. Ein Allrounder also.


Meine grüne Variante mag ich jetzt schon und der nächste Sommer kommt bestimmt, in dem ich sie dann abwechselnd mit dem pinken Blüschen tragen kann.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Last Minute Rock

Ich habe noch einiges zu zeigen, was ich im Sommer genäht habe. Zum Beispiel diese Rock. 

Die Story dazu erzählt sich wie folgt. Freitag Abend vor der feierlichen Abiturzeugnisausgabe vom Sohn, stellten wir fest, dass die Tochter nicht wirklich was angemessene zum Anziehen hatte. Zur Verteidigung muss ich sagen, dass wir ihre Jugendweihe und seinen Abiball innerhalb einer Woche hatten und natürlich für beide Anlässe das Jugendweihekleid geplant hatten. An die Zeugnisausgabe, die noch zwischen beiden Events lag, hatten wir keinen Moment gedacht.

Aber ich kann ja nähen und die Gelegenheit den Stoff aus China (vom Mann höchstpersönlich von der Dienstreise mitgebracht) seiner Bestimmung zuzuführen. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für den Rock Frau Pippa von Studio Schnittreif. 


Die Wahl fiel auch wegen dem Top, was sie als passend dazu erkoren hatte. Mit meinen weißen Turnschuhen war das Outfit perfekt und das Kind sehr zufrieden.


 Hier seht ihr noch einmal im Detail, dass der Stoff fein gemustert ist.

Dienstag, 29. September 2026

Bügeltasche für das Strickprojekt

 Wie schon hier berichtet, hatte ich neben der Pattydoo Hermine noch eine andere Bügeltasche mit. Die Anleitung dazu hatte ich von meiner lieben Freundin geschenkt bekommen, ebenso wie das dazugehörige Ronar Fix und ein Satz Bügel. Die Anleitung zur Bügeltasche Baltrum findet Ihr auch hier, sowie die dazugehörigen Maße und Bügel.

Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich an dem Wochenende wirklich die Motivation haben würde zwei Taschen nach dem gleichen Prinzip zu nähen, aber als ich dann in Rathen saß und zugeschnittenen Teile auspackte, war ich schon irgendwie gespannt. Gespannt vor allem auf die Unterschiede.


Ein großer Unterschied war, dass bei Baltrum das Ronar Fix schon auf allen Außenteilen aufgebügelt war. Ich war tatsächlich skeptisch, ob meine Nähmaschine das mitmachen würde und hatte auch beim Boden, der bei mir aus Kunstleder ist, auf die Verstärkung verzichtet. Durch das Ronar Fix war schon beim Nähen klar, dass hier viel mehr Stand dahinter steckt. Das kann das Style-Vil doch nicht mithalten. 


Vom Aufbau war der Schnitt auch anders konzipiert, allerdings fand ich das zusammennähen der vielen Teile sehr meditativ und durch die Reißverschlusstaschen außen hat die Tasche noch zwei extra Fächer. 


Der große Vorteil war natürlich die bebilderte Anleitung. Ich bin nicht so der große Fan von Videoanleitungen. Ich möchte individuell schauen, bei welchem Schritt ich bin und bin für das vor- und zurückspringen in Videos viel zu ungeduldig. Besonders, wenn dann noch Werbung dazwischen kommt.


Auch meine Befürchtungen mit der Dicke waren unbegründet. Meine "Reisenähmaschine" ist da locker mit umgegangen. Ronar Fix bekommt ganz klar einen Daumen nach oben von mir. 


Diese Tasche wird nun als meine Strickprojekttasche genutzt und ich mag sie sehr.

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