Mittlerweile ein jährliches Ritual: Reste zu Slips zu verarbeiten. Das macht gute Laune, fühlt sich gut an und man kann getrost ein paar ausgeleierte entsorgen.
Donnerstag, 24. September 2026
Wäscheschrank auffüllen
Dienstag, 22. September 2026
Häkeltop Nummer zwei
Nachdem das Wickeltop so gut geklappt hatte und das Klamotten-Häkeln mit Baumwollgarn als praktikable Lösung von meiner Tochter akzeptiert war, hat sie sich gleich an das nächste Top gesetzt.
Zeit mit dem Werk meiner Tochter bei DvD und Creativsalat vorbeizuschauen.
Montag, 21. September 2026
Nähwochenende Rathen
Vorletztes Wochenende war es wieder Zeit für die Auszeit mit der Nähmaschine und 11 lieben Freundinnen. Dieses Jahr fand ich sie besonders nötig und sie war auch richtig schön. Hier ein paar Impressionen:
Rathen ist ja nicht unbedingt um die Ecke und man sollte besser nichts vergessen haben, denn es ist schon eine kurvenreiche Anfahrt, die sich aber bei den schönen Ausblicken immer wieder lohnt.
Montag, 14. September 2026
Buchtipp: Buckeye
Unaufgeregt, ehrlich, amerikanisch: "Buckeye" erzählt von Lügen und Liebe.
Im Rahmen von Vorablesen, habe ich dieses Buch gewonnen und möchte Euch hier meinen Leseeindruck vermitteln.
Manche Bücher nehmen sich Zeit. "Buckeye" von Patrick Ryan ist so eins – ein Roman, der sich über Jahrzehnte spannt, vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er, und dabei nie hektisch wird, sondern einfach... lebt.
Im Zentrum steht Cal, der wegen eines verkürzten Beins nicht in den Krieg ziehen darf – und der sich sein Leben lang an diesem nicht geleisteten Dienst abarbeitet. Er heiratet Becky, die beiden bekommen einen Sohn, Skip. Auf der anderen Seite steht Margaret: als Waisenkind durch Pflegefamilien gereicht, nie über das Verlassenwerden durch ihre Mutter hinweggekommen. Sie lernt in Columbus Felix kennen und heiratet ihn – Kinder will sie eigentlich keine.
Dann ziehen Felix und Margaret ausgerechnet in Cals Kleinstadt, und ab da verweben sich die beiden Leben. Margaret kommt mit dem Kleinstadtleben nicht klar, und auch die Ehe ist nicht das, was sie sich erhofft hatte. Während Felix an der Front ist, beginnt sie eine Affäre mit Cal. Daraus entsteht Tom – "Buckeye", wie ihn Skip später nennen wird.
Nach dem Krieg kehren beide brav in ihre Ehen zurück. Felix kämpft mit dem, was er im Krieg erlebt hat, und mit dem Verlust eines Mannes, den er dort lieben gelernt hat. Skip und Tom wachsen unterdessen als beste Freunde auf – ohne zu ahnen, dass sie Halbbrüder sind.
Jahre später platzt die Wahrheit über die Affäre heraus. Doch statt reinen Tisch zu machen, entscheiden sich die Erwachsenen, weiter zu lügen: Felix soll offiziell Toms Vater bleiben. Eine Entscheidung, die sich bitter rächt. Als Tom als Erwachsener endlich die Wahrheit erfährt, fühlt er sich zutiefst betrogen – vor allem im Hinblick auf Skip, seinen Halbbruder, der im Vietnamkrieg gefallen ist. Am Ende geht Margaret ihren eigenen Weg, während Becky und Cal nach Jahren der Distanz wieder zueinanderfinden.
Was mich an "Buckeye" wirklich gepackt hat: Es ist kein Buch mit Glanz und Glamour. Hier wird nichts schöngeredet. Es geht um Lügen, um falsche Entscheidungen, um Trauer und Verlust – aber eben auch um Liebe und darum, trotz allem an das Leben zu glauben. Und ganz nebenbei bekommt man ein sehr dichtes Bild vom Amerika der Nachkriegsjahre, von Kleinstadt-Mief und kleinbürgerlichen Werten, wie es sie wahrscheinlich so ähnlich überall auf der Welt gibt und trotzdem so amerikanisch ist. Meiner Meinung reiht es sich in eine Reihe anderer Bücher ein, die ich bereits von amerikanischen Autoren gelesen habe, u.a. The real Americans und Der andere Arthur.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es sehr unaufgeregt daherkommt und die Handlung sich eigentlich nie aus dem engen Kreis dieser sechs Personen herausbewegt. Ich muss aber ehrlich zugeben: Als Nicht-Amerikanerin und als jemand, der diese Zeit nicht selbst erlebt hat, fiel es mir manchmal schwer mich mit der Geschichte zu identifizieren. Trotzdem ist das Buch ein schönes Leseerlebnis.
Montag, 7. September 2026
Gelesen im August
Fünf Bücher sind es im August geworden, meine Favoriten sind "Leuchtende Schatten" und "Lori". Aber auch "Kein Sommer ohne August" konnte man gut und schnell lesen - ein wunderbarer Liebesroman.
Enttäuschend war "The Truth about Ruby Cooper", nach dem tollen Vorgängerroman der Autorin hatte ich mehr erwartet.
Mittwoch, 2. September 2026
Schlicht geht immer gut
Eigentlich wollte ich heute eine schlichte Bluse zeigen, habe es aber im Trubel des Alltags nicht geschafft, Fotos zu machen. Der Blick ins Fotoarchiv brachte aber noch diese schlichte Schönheit hervor, die ich noch nicht im Blog gezeigt habe.
Der Stoff ist ein weich fallender Viskosejersey und macht es wirklich sehr schick. Ich mag es sehr.
So hüpfe ich doch noch schnell zum Me Made Mittwoch, wenn auch eher weniger spektakulär und ohne Raffinesse.
Montag, 31. August 2026
Buchtipp: Leuchtende Schatten
Sprach- und Bildgewaltig
Mit Leuchtende Schatten kehrt Iris Wolff zurück nach Siebenbürgen –
diesmal in die dunklen Jahre des Zweiten Weltkriegs, gesehen durch die
Augen der 14-jährigen Ella. Es sind Jahre des Aufbruchs und der
Verunsicherung zugleich: Ella erwacht in die Pubertät, erlebt das erste
zarte Verliebtsein – und muss zugleich begreifen, dass die Welt um sie
herum aus den Fugen gerät.
Das eigentliche Herz des Romans aber ist die Freundschaft zwischen
Ella und Harriet, die neu in ihre Klasse kommt und Ella vom ersten
Moment an in ihren Bann zieht. Es ist eine Freundschaft, die trägt und
Halt gibt, wenn der Boden unter den Füßen zu wanken beginnt – ein
stiller Anker inmitten des Chaos. Auch Harriets Vater breitet seine
schützende Hand über Ellas Familie aus, still und selbstverständlich,
obwohl er selbst in ständiger Angst um das Leben seiner eigenen Tochter
lebt. Diese Geste – Schutz zu geben, während man selbst um das Liebste
bangt – berührt besonders und zeigt, wie viel Menschlichkeit selbst in
den finstersten Zeiten möglich bleibt.
Mit dem Ende des Krieges endet auch diese Freundschaft, die für Ella
so viel bedeutet hat – ein leiser, schmerzhafter Verlust inmitten der
großen Erleichterung, dass der Krieg vorbei ist. Zurück bleibt eine
ungewisse Zukunft für Ellas Familie, offen und bang zugleich.
Was mich an Iris Wolffs Erzählweise besonders berührt: Sie schreibt
ganz unaufgeregt, fast zurückhaltend, über den Alltag der Menschen in
Siebenbürgen – und gerade in dieser Ruhe entfaltet sich eine stille
Wucht. Sie verwebt Coming-of-Age, Freundschaft, erste Liebe, Heimat,
Familie und Trauer zu einem Geflecht, das nie überladen wirkt, sondern
immer echt bleibt. Ihr Schreibstil ist wie gewohnt bildgewaltig – man
taucht ein und möchte gar nicht mehr auftauchen.
Das Buch ist definitiv eine Leseempfehlung.
Dienstag, 25. August 2026
Virale Häkelei
Meine Tochter hat sich schon an einigen gehäkelten Kleidungsstücken versucht. Diese sind letztendlich aber bisher untragbar geblieben, weil sie zu dicke Wolle verwendet hat und ohne Anleitung gehäkelt hat. Die dicke Wolle, war dabei das Hauptproblem, aber da wollte sich das Eis von der Henne nicht reinreden lassen.
Mittlerweile erhalte ich aber auch immer mehr Häkelcontent auf Instagram, so dass ich über das virale Wickelshirt aus einem Rechteck stieß. Das gibt es übrigens auch zum Nähen aus Stoff.















