Sonntag, 19. Februar 2017

Nähwissen: Schnittmuster kleben

Meine Nählaufbahn begann schon im Kindesalter, erste Puppen, Puppenkleider, Taschen, etc. Meist nähte ich mit der Hand, manchmal auch mit Mamas Nähmaschine. Alles sehr stümperhaft, Schnittmuster hatte ich keine. So Freestyle ging es dann weiter als ich meine erste eigene Nähmaschine bekam. Seit 10 Jahren nähe ich nun regelmäßig, allerdings ohne irgendeine Ausbildung. Alle Techniken und Tricks sind "Best-Practice", oder von anderen abgeschaut.
Gerade bei Nähtreffen merke ich, wie gut Gedankenaustausch tut und dachte nun, dass ich hier im Blog eine kleine Serie mit meinen Nähpraktiken veröffentlichen möchte. Vielleicht geben sie Anregung, helfen, oder führen zu Diskussionen - gern - ich lasse mich überraschen.

Beginnen möchte ich mit einem coolen Trick zum schnellen Schnittmuster kleben. Der Ebook-Boom hat das Nähen vereinfacht. Man kann sich innerhalb weniger Minuten ein Schnittmuster herunterladen, die einzelnen Seiten ausdrucken und zu einem Schnittmuster zusammen kleben. 
 Lange Zeit war diese Papierschneidemaschine mein bester Gehilfe bei dieser Arbeit.
 Man schneidet eine Kante ab (rote Linie) und klebt bündig auf die nächste Seite auf, von der man dann wiederum die Kante ab... und so weiter.
 Schneller geht es, wenn man nur die Ecken an einer Kante abschneidet. Die meisten Schnittmuster haben rundherum gefasste Rahmen, wie hier, oder Klebekantenmarkierungen. Für diese funktioniert diese Technik wunderbar.
 Dann klebt man mit Hilfe dieser Linien die Schnittmusterseiten aufeinander. Die Linien sind die Orientierungspunkte.
 Fertig sieht das so aus. Vorteil ist, man hat mehr Klebefläche (alles hält besser zusammen), ein kleiner Nachteil ist, dass die Schnittlinien an der Klebekante unterbrochen sind. Aber meist kann man diese trotzdem noch gut durch das Papier durchsehen. Probiert es aus.
 Klar, dass sich der Ebook-Markt auch weiter entwickelt. Einige Schnittdesigner bieten ihre Schnittmuster in A0 Format an. Damit kann man das Schnittmuster auf einen großen Bogen im Copyshop drucken lassen. Diese gibt mittlerweile natürlich auch online und Versand nach Hause. Wenn man also gar nicht mehr kleben mag, dann ist das die Alternative.

Vielleicht hat die ein oder andere noch eine bessere Methode zum Schnittmuster kleben, dann her damit. Ich freue mich über Feedback.

Freitag, 17. Februar 2017

Die Krümel-Kollektion

Schon schade, dass ich mich am Dienstag dazu angehalten fühlte meine Bilder von der Applikation unkenntlich zu machen und auch ältere Posts offline zu nehmen. Da mir die Zeit und Energie fehlt mich in solche rechtlichen Fragen zu vertiefen, war das für mich die schnellste und unkomplizierteste Lösung. Immerhin mag ich meiner Familie durch mein Bloggen keinen finanziellen Schaden zufügen. Meine Internetmüdigkeit hat das ganze natürlich noch ein wenig vertieft. 

Ganz "schmerzfrei" kann ich hoffentlich diese Kollektion an Puppensachen zeigen, die hier in der letzten Woche entstand.
Die Tochter der Nichte hatte zu Weihnachten einen Krümel (so nennt der Hersteller diese Plüschpuppe) geschenkt bekommen und ich erbot mich gleich eine Erstausstattung zu nähen.
Wenn ich einmal angefangen habe, kommen meist unzählige Vorstellungen dazu, was die Puppenmama noch schön finden könnte.
Jacke mit Zipfelkapze nach dem kostenlosen Schnittmuster Puppenjumper von Firlefanz. 
Mütze nach dem ebenfalls kostenlosen Schnittmuster Winterset von Firlefanz. 
Die Latzhose entstand nach dem Freebook Puppenlöwenzahn auch von Firlefanz und ist mein Liebling.
 Passend dazu gab es ein Shirt nach dem Freebook Puppenkleidung von Mamahochzwei. Auf das Shirt bin ich sehr stolz, weil es perfekt passt und wunderschön sauber gelungen ist.
Damit die Puppenfüße nicht gleich schmutzig werden, noch eine Strumpfhose nach dieser Anleitung.
 Unbedingt gewünscht waren Windeln. Ebenfalls stand hier das Freebook Puppenkleidung von Mamahochzwei Pate. An den Beinausschnitten habe ich mich aber an die Anleitung von klimperklein gehalten und einen Gummi gedehnt aufgenäht. Wenn Puppi auch keinen Auslaufschutz braucht, so sieht die Windel dadurch authentischer aus.
 Ein Schlafset darf auch nicht fehlen. Ebenfalls nach dem Puppenjumper Freebook (Link oben), ergänzt mit den Füßlingen.
Meine Tochter liebte sie... die Puppenschlafsäcke. Genäht nach dem Freebook von Hamburger Liebe.
Das alles sieht jetzt nach viel Arbeit aus, aber da ich alles schon mal genäht habe (siehe hier), war die Stoffauswahl der zeitraubende Teil, die Schnittmuster lagen alle schon bereit.

Morgen machen sich die ganzen Sachen auf den Weg zur Puppenmama. Ich freue mich schon auf das Feedback.

Dienstag, 14. Februar 2017

Applizier doch mal wieder was

Manchmal braucht man einen kleinen Stups, um etwas zu machen, was man schon lange vorhat. In meinem Fall mal wieder zu Applizieren. Keine große Überraschung - wieder mal ein Socke.
 Ich näh' die Shirts wirklich gern, weil sie gute Laune machen.
 Wenn man einmal angefangen hat, ist so eine Applikation kein Hexenwerk.*
Das I-Tüpfelchen darf die Cover machen.

* Edit: Nach Hinweis auf mögliche Rechtsverletzungen enthalte ich Euch die Applikation lieber vor. 

Dienstag, 7. Februar 2017

Spangenutensilo

Schon seit ein paar Wochen störte mich die Ordnung der Haargummis und Haarspangen bei meiner Tochter. Die lagen nämlich alle in einem Körbchen. Die Sucherei nach einem Spangenpaar erwies sich als beschwerlich, aber zum Glück kann ich ja nähen und Spangenutensilos kann man auf vielen Blogs bewundern. Nun auch auf meinem. 
Ich habe einfach frei Schnauze zugeschnitten und genäht. Natürlich in den Lieblingsfarben des Fräuleins, damit es auch zu den Spangen passt. Mit der Öse kann man es innen in den Schrank hängen. Erste Tests hat es schon gut bestanden, es hätte durchaus noch ein Bändchen für Spangen dran gekonnt... na dann beim nächsten Mal.

Montag, 6. Februar 2017

Neue Sofakissen nach Videoanleitung von Schnabelina

Unser Wohnzimmer bekam Ende letzten Jahres ein neues "Look & Feel". Das tat echt Not, immerhin wohnten wir noch mit den Junggesellenmöbeln meines Mannes.
 Logisch, dass das Sofa noch ein paar Kissen benötigte. Die Kissen in Natur entstanden schon vor Weihnachten.
 An den Kanten habe ich eine graue Paspel eingefasst. Solche Kissen wollte ich schon lange machen. 
 Vorletzte Woche entstanden dann noch diese zwei "Apfelkissen" nach der neuen Videovorlage von Schnabelina. Die Anleitung ist wirklich toll und der Bezug mitsamt Reißverschluss ist binnen einer halben Stunde genäht.
 Und es schaut ganz sauber aus. Ich bin total begeistert und wenn ich nicht gerade mal wieder eine Paspel einnähen will, wird das jetzt meine bevorzugte Kissenhüllenvariante.
Das neue Sofa hat Vor- und Nachteile. Definitiv ist es sehr bequem, allerdings finde ich mich nun weniger im Nähzimmer wieder. Dafür habe ich jedoch mal wieder die Stricknadeln aktiviert.

Hier noch mal der direkte Link zum Video *klick*.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Höchstens zum Yoga

Letztes Jahr gab es auch einige Misserfolge in Sachen Nähen für mich.
Eine dieser Fehlkompositionen mag ich heute hier zeigen, zur Dokumentation und vielleicht auch als Entscheidungshilfe für andere. Von vielen schönen Designbeispielen inspiriert, wollte ich auch ein Timpe-Tee für mich versuchen. So ein Basicshirt stellte ich mir gut vor.
 Nachdem das Shirt fertig war, war ich schon ein wenig sauer auf mich selbst. Eigentlich weiß ich ja, dass mit Sachen ohne jegliche Taillierung nicht so stehen. Das trifft auch auf dieses Shirt zu. Ich fühle mich darin verloren und auf keinen Fall gut gekleidet.
Zum Einsatz wird es trotzdem kommen. Zum Yoga, oder als Relaxshirt zu Hause. Als Lesson-Learned nehme ich mit, Schnitte genauer auf meinen Typ hin zu analysieren. Experimente mit Oversize Shirts werde ich wenn möglich nicht mehr unternehmen. Viel eher möchte ich bei meinen gut passenden Standardschnitten bleiben und diese variieren.

Montag, 30. Januar 2017

Rolling Stones auch bei mir

Ende letzten Jahres überlegte ich mir, dass ich dieses Jahr wieder mal eine Decke angehen könnte, die Monat für Monat wachsen soll. Mir schwebte wieder ein BOM (Block of the Month) Projekt vor, allerdings nicht so aufwendig mit Applizieren, wie hier und hier. Bevor ich mich auf die Suche nach einem BOM Projekt in englischsprachigen Patchworkblogs begeben konnte, ging die Aktion 6 Köpfe - 12 Blöcke los und so fügte sich eins zum Anderen. 
Vor allem ersparte es mir viele Stunden Suche im Netz und die vielen Tipps und Hinweise in deutscher Sprache sind nicht zu verachten.
Meine Jahresdecke 2013 hatte ich tatsächlich mit umgerechneten Maßen von Inch auf Zentimeter genäht, ich weiß also, wie bescheiden das geht und dass die Investition in ein Inch Lineal sich lohnt. Aber das hatte ich zwischenzeitlich sowieso geschenkt bekommen.
Ursprünglich sollte meine Decke aus Resten entstehen. Mittlerweile habe ich umgeschwenkt und denkte, dass ich je nach Monat und Gemütslage hoffentlich einen passenden Stoff im Schrank finde. Also keine Rester, aber "Stash". Da ich mir den ersten Block Anfangs nicht gut vorstellen konnte, machte ich ein Testexemplar und habe somit beschlossen, dass es wohl gleich zwei Decken werden. Einmal mit diesem Satz Dapper Stoffe, die ich mal auf dem Stoffmarkt mitgenommen habe.
Und dann einmal mit der Auswahl des Monats. Diesen Monat ein paar hübsche Tante Ema Winterstoffe. Ich bin gespannt, was mein Schrank so hergibt in den nächsten Monaten.

So kurz vor Ende Januar verlinke ich meine Blöcke noch hier.

Freitag, 27. Januar 2017

Fäustlinge

In den letzten Wochen habe ich vor allem viele kleine Dinge genäht. Irgendwie fehlt mir aber die Zeit alles zeitnah hier zu zeigen.
Deshalb heute hier vier Paar Handschuhe, die schon vor dem großen Schnee entstanden.
 Nach dem Schnittmuster von Pattydoo habe ich gleich die ganze Familie beglückt. Für die Männer habe ich den Schnitt um ein paar Prozente vergrößert. 
 Hier konnte ich wunderbar Sweatreste und Jerseyreste verwenden. Die grauen Handschuhe für meinen Papa sind extra warm mit Fleece gefüttert, da viel den Schlitten mit dem kleinen Mädchen zieht.
Jetzt soll es draußen erst mal wärmer werden, ich bin gespannt, wie oft sie dieses Jahr noch zum Einsatz kommen dürfen.

Dienstag, 24. Januar 2017

Wimpel für's Dorffest

Unser Dorf wird dieses Jahr 775 Jahre alt. 
Es gab einen Aufruf um Wimpelketten zu nähen, Stoff zu spenden und natürlich habe ich mich gemeldet. Als Zugezogene bin ich zwar kein Dorfurgestein, aber trotzdem wohne ich hier und das auch recht gern.
Das erste Treffen der Wimpelnäherinnen fand im November statt. Puh, ich kann Euch sagen... 10 Frauen - 10 Meinungen. Es wurde heftig über Wimpelgröße diskutiert, und darüber, ob man die Wimpel wirklich aus zwei Stoffstücken aneinander nähen will, oder ob man sie nur einlagig macht und mit Zackenschere schneidet, ob man sie säumt, mit Overlock versäubert (okay es gibt nur 2 mit einer Overlock) und, und, und. Am Ende zogen wir alle mit einem Packen Stoff nach Hause und einem ganz eigenen Plan, wie die Wimpel nun werden sollen.
Da ich eine der Overlockbesitzerinnen war, bekam ich die einfarbigen Stoffe zum versäubern. Ich war auch ganz froh, denn mit der Zackenschere hätte ich nicht schneiden wollen und so ein wenig Perfektionist bin ich schon und hätte eigentlich auch gern echte zweilagige Wimpel genäht.
Ich schnitt also zu und letzten Freitag zum Treff der Nähbloggerinnen habe ich einen Großteil versäubert. Tatkräftige Unterstützung hatte ich von Bärbel und Karina - Danke Euch beiden noch mal. Ich habe hinterher noch mal gezählt: 343 Wimpel habe ich insgesamt zum Treff der Wimpelnäherinnen am gestrigen Abend mitgenommen. 
Das zweite Treffen lief in Etwa so wort- und meinungsreich wie das erste ab, nur das es diesmal darum ging, wie man die Wimpel ans Schrägband bekommt, welchen Abstand die Wimpel zueinander haben sollen (1cm!!!) und wer welche Stücken näht. Ich bin gespannt, was da am Ende raus kommt, denn die Maße der vermessenen Zäune kamen mir alle etwas seltsam vor. 
Ich werde berichten.

Ein etwas anderer Creadienstag.

Freitag, 20. Januar 2017

Schon wieder - Schlafanzüge

 ...diesmal für den Großen. 

Sein Star Wars Silhouettenpyjama wird nun wirklich zu kurz und ich hatte schon Stoff für einen neuen da. Das Weltraummotiv behielten wir bei, passt auch gut zur Nacht.
 Der Hosenschnitt ist Luis von Schnabelina und das Oberteil aus der Ottobre. Der Weltraumstoff stammt von Stoff und Stil. Ruck-Zuck genäht.
Bei der Fotosession vorm Schlafen gehen, wollte die Kurze natürlich auch mit aufs Bild und da fiel mir jetzt auf, dass ich den Erdbeerschlafanzug auch noch nicht hier gezeigt habe.
Aber Fotos mit Herbstlaub hatte ich schon gemacht. Der Hosenschnitt ist ebenfalls von Schnabelina (Luisa) und das Raglanshirt aus einer Ottobre.
Aus dem Probenähen zu Luis stammt auch noch diese Hose nebst Bild. Auch dazu habe ich ein Oberteil genäht, aber das hat es nie vor die Linse geschafft. Schlafanzüge sind nun wirklich nicht spektakulär, aber ich nutze gerne Stoffreste dafür und mag es zwei zueinander passende Teile zu nähen.
Jetzt habe ich erst mal reichlich Schlafanzugnähluft... mindestens bis die kurzärmeligen zu eng werden.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Partyoutfit

Dieses Jahr stehen einige runde Geburtstage und Feierlichkeiten an und ich dachte mir, mit einem Rock kann ich zunächst nichts falsch machen.
Aus rotem Cord nähte ich im November letzten Jahres den bereits erprobten Rockschnitt Langeneß von schnittreif. Der Rock wurde erstmals auf der Geburtstagsfeier meiner Freundin ausgeführt. 
 Zwischen Weihnachten und Neujahr, stattete ich endlich dem Stoffladen in Radeberg einen Besuch ab und blieb an dem schwarzen Jersey mit den goldenen Blumen hängen. Diese erinnerten mich an Feuerwerk und so entschied ich, dass ich mir daraus mein Silvesteroutfit nähe.
 Erst zu Hause stellte ich fest, dass es ein Lillestoff ist. Im Laden hätte dieses Wissen meine Kaufentscheidung vielleicht beeinflusst, da ich mich aber vollkommen werbeunabhängig dafür entschieden habe, ist es okay. 
  Daraus sollte ein Shirt mit Wasserfallkragen werden, da ich aber den Schnitt Scarlett von pattydoo um die Taille zu weit finde, habe ich tatsächlich gebastelt. Oben ist es Scarlett, unten rum der Schnitt Liv, ebenfalls von pattydoo. Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Endergebnis.
Der nahtverdeckte Reißverschluß hätte durchaus besser gelingen können, aber da ich den letzten vor ein paar Jahren eingenäht habe, brauchte ich ein wenig Übung.
Da ich die Kombination aus Rock und Shirt so toll finde, wurde beides letztes Wochenende zum Geburtstag der Schwägerin getragen.

Dienstag, 17. Januar 2017

Tablettasche

Für das Tablet meiner Mutti sollte schon lange eine Hüller her.
Als ich über diese Anleitung hier stolperte, entschied ich, dass es die sein sollte.
Ich mag ja so neckische Schnitte, die durch einen kleinen Kniff total einfach sind. Mir fehlt die Stickmaschine, aber der aufgebügelte Stern passt auch.

Vielleicht kann ich mit meinem Creadienstag jemanden inspirieren.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Glitzerkuschel

Ich bin nicht so der Hoodie Typ, aber einen warmen Pullover trage ich gerade bei diesem Winterwetter auch gern. Der Sweat ShapeLines von Mamasliebchen erschien mir gleich passend für eine weitere Frau Bente.
Ganz schlicht, ohne Details, nur mit Brusttasche. Irgendwie mag ich es so gerade am liebsten.
Die Linien im Stoff sind mit Glitzerstaub besetzt. Ich bin gespannt, wie lange der hält und der Pullover so schick aussieht. Aktuell kann man sich den Sweat übrigens in Frühlingsfarben bestellen, ohne Glitzer.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Esst mehr Mandarinen

In der Vorratsecke meiner Eltern sah ich letztens Mandarinenkisten stehen und nachdem sie geleert waren, bekamen sie im Nähzimmer eine stoffliche Hülle.
So geben die Kisten eine feine Aufbewahrungsbox ab.
Die mit dem weihnachtlichen Stoff ist für den nächsten Adventskalender reserviert. Dafür sammle ich schon fleißig Ideen und Material. 
Für die andere wühlte meine Tochter im Stoffschrank. Sie möchte daraus ein Puppenbett machen. Wir werden also heute Nachmittag noch Bettwäsche nähen und füllen. Ich glaube sie war inspiriert von ihrem anderen Mandarinenkistenbett, was ich vor vielen Jahren gebastelt habe. 

Anleitung von hier via Pinterest und auch gesehen hier.

Montag, 9. Januar 2017

Sweatkleid Fannie

Als der Wetterbericht letzte Woche Minusgrade ankündigte, hatte das Kind ihr einziges warmes Sweatkleid schon 2 Tage an und vollgekleckert. Ein Sweatkleid zu nähen stand schon eine Weile auf dem Plan, wie gut, dass ich noch den Schnitt Fannie auf der Festplatte hatte.
 Aus den spärlichen Sweatvorräten suchte sich das Fräulin diesen aus. Das ersparte mir jegliche Verzierungen, oder Stoffspielereien. 
 Nur die Taschen habe ich farblich abgesetzt. Wieder so ein Schnitt, der mit sehr gefällt. Schlicht und hübsch - an einem Abend genäht.
Mein Mädchen musste nun also nicht frieren, als die Temperaturen hier eisig wurden. 

Schnitt: Sweatkleid Fannie von Schnittreif
Stoff: Sweat Birds of a Feather von Hilco

Donnerstag, 5. Januar 2017

Kleid mit Lieblingsschnitt

Auch dieses Jahr gab es für die Nichte ein Kleid zu Weihnachten. Den Stoff hatte ich auf dem Stoffmarkt mitgenommen.
 Als Schnitt habe ich wieder auf Nr. 28 von Lillesol und Pelle zurückgegriffen. Der Schnitt ist schlicht, relativ schnell genäht und trotzdem sieht er immer wieder schön aus.
 Größe 146 ist schon ganz schön groß und man braucht schon eine gute Menge Stoff. 
Ich glaube es hat meiner Nichte gefallen. Vielleicht sehe ich es ja noch mal wieder an ihr.

Dienstag, 3. Januar 2017

Tasche für Kompaktkamera

Ein gesundes Jahr 2017 - oder wie man auf vielen Nähblogs liest: Happy Sew Year!
Ich muss mich erst wieder einfinden, raus aus dem Lichterglanz des Weihnachtsfestes, der Zeit in Familie, den vielen Kuscheleinheiten mit den Kindern; zurück in den "grauen" Alltag, mit täglichen Aufgaben und Pflichten. 
Aber der Alltag muss nicht grau sein, erst recht nicht mit so einem kleinen rosa Glitzermädchen. Dieses hatte noch einen Wunsch auf ihrem Weihnachtswunschzettel - "eine Kamera in rosa". Puh, das war eine wirklich harte Nuss, die der Weihnachtsmann da knacken musste. Aber am Ende gab es doch eine kleine Kompaktkamera, kein Spielzeug und nicht ganz so grottig in der Bildqualität, rosa war sie auch nicht, aber das störte das Kind dann nicht mehr.
Um die Farbenblindheit des Weihnachtsmannes wieder gut zu machen habe ich eine kleine Tasche in den entsprechenden Farben genäht. Die Maße sind wirklich gering mit 10x13 cm in Höhe und Breite, sowie 5 cm Tiefe. Für Polsterung ist gesorgt und außerdem gibt es Innen noch ein kleines Fach für Ersatzbatterien. Vorbild war diese Tasche die mir die Suchmaschine ausspukte. Gerne hätte ich noch eine Deckklappe angenäht, oder eine Reißverschlusstasche, aber zwei Tag vor Heiligabend, war mir das doch zu fummelig. Es passt auch so ganz gut und macht unseren Alltag bunt.



Donnerstag, 29. Dezember 2016

Tops & Flops 2016

Wie schon im letzten Jahr mag ich Bilanz ziehen in Sachen selbst genähte Kleidung.
Insgesamt habe ich weniger für mich genäht. Die Gründe hierfür sind zum einen praktischer Natur - sprich: ich fand im Schrank noch genügend Kleidungsstücke, die mir gut gefallen und passen. Zum anderen war ich auch ein wenig müde - müde im Sinne von Stoff- und Schnittmüde. Teilweise hat sich das Karussell der Nähbloggerwelt so schnell gedreht, dass mir regelrecht schwindelig wurde und ich statt ganz viel nachzunähen, gar nicht mehr genäht habe.
Trotzdem zählt die Statistik 25 (!!!) Oberteile (Langarmshirts, T-Shirts, Bluse), 4 Kleider, 2 Jacken und 3 Röcke. Einige der Sachen habe ich noch nicht gezeigt, weil einfach noch keine Gelegenheit zum Fotografieren war. Über die 25 Oberteile war ich jetzt beim Zählen selbst ein wenig erschrocken. Genäht heißt aber nicht gleich getragen, weshalb ich hier nun meine Lieblingsteile und meine Flops zeige.
 Ganz oft und gern habe ich diese Teile aus dem Schrank geholt. Links Frau Liese von schnittreif, ein Schnitt, den ich immer wieder gerne nähe. In der Mitte Frau Bente, ein neuer Schnitt, der mir auf Anhieb gefiel. Rechts eine Liv (pattydoo) mit Unterteilung
 Links oben der Ottobreschnitt mit den überschnittenen Ärmeln und der witzigen Schulterunterteilung, der mit dem coolen Stoff zu einem echten Lieblingsteil wurde. Links unten Kleid Alva, welches ich zu Weihnachten auch gern getragen habe. In der Mitte Frau Marlene mit dem tollen Federjersey vom stoffbüro. Und rechts ein Klassiker im Büro, Alva als Shirt.
Außerdem noch zu erwähnen, sei meine Softshell Jacke, mit der ich schon oft auf Arbeit geradelt bin.

Tja und welche Teile haben es nicht so oft in die Öffentlichkeit geschafft?
Das Ottobre-Shirt links, gefällt mir wirklich richtig gut, aber der Stoff ist sehr unangenehm auf der Haut. Eigentlich kann man ihn nur mit einem Langarmshirt drunter tragen und das trägt dann zu sehr auf. Wirklich schade. Das Shirt Raphaela in der Mitte hatte mir seit Fertigstellung nicht richtig gefallen, zu blass, der Stoff zu weich. Das Ottobre-Kleid ist allerhöchstens ein Hauskleid.
Ebenfalls schade ist es um das Knotenshirt links. Der Schnitt gefällt mir und das Shirt hat mir auch bis zum Waschen gefallen. Obwohl der Stoff vorgewaschen war, hat die zweite Wäsche dem Shirt jegliche Form genommen - ein TFT. Frau Josy von schnittreif ist ein Schnitt, der mir an anderen total gut gefällt, aber an mir nicht so recht. Das rote Shirt hat außerdem das Problem, dass es zu groß ist und der Stoff sehr weich fällt. Die sommerliche Liv rechts im Bild entstand aus der Idee heraus, dass ich im Sommer sicherlich gerne mal bunt tragen werde - nun, eine Fehleinschätzung. Irgendwie war es mir dann doch zu wild, unruhig...

Zusammenfassend habe ich dieses Jahr sehr viel mit dem Material gehadert. Mein Weg ist hier noch nicht zu Ende. Ich muss noch lernen besser einzuschätzen, welches Material für welchen Schnitt am geeignetsten ist. Außerdem wäre es höchste Zeit sich mit Schnittanpassungen zu beschäftigen. Ein Thema, an das ich mich nicht so recht herantraue. 
Die wichtigste Lektion für mich, ist Oberteile mit fehlender Taillierung, also Kastenformen (die an andern so lässig und toll aussehen) nicht mehr zu nähen. Ein ums andere Mal musste ich feststellen, dass mir diese überhaupt nicht stehen. Für 2017 nehme ich mir vor altbewährte Schnitte neu aufzulegen und mit Details aufzuwerten, außerdem gilt es das Stofflager nicht weiter wachsen zu lassen. Eine wahre Herausforderung.

Ich bin gespannt, ob ich heute bei RUMS noch andere Rückblicke finde. Nach diesem kleinen Resümee bin ich wieder motivierter die Nähpläne für mich anzugehen.

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