Mittwoch, 7. Oktober 2026

MMM mit Sommerhighlight 2026

 Ich habe jetzt wirklich überlegt, ob ich zum ersten Oktober noch ein Sommerblüschen zeige, oder nicht, aber mich nun doch dafür entschieden. Hauptgrund ist, dass der Schnitt und die damit umgesetzte Bluse, die ich hier bereits im Juni zeigte, mein absolutes Lieblingsteil diesen Sommer war. 

Hier hat einfach alles gestimmt, der Schnitt, der Stoff, die Farbe. Warum also nicht genau so noch einmal nähen? Den Stoff gab es ja auch in anderen Farben. Gedacht, getan.


Den luftig leichten Viskose Crinkle plissiert gab es bei Evlis Needle und das Projekt ließ sich auch sehr gut am Nähwochenende mit den Dresdner Nähbloggerinnen umsetzen.


Warum ich die Bluse so mag? Zum einen kaschiert sie gut die mittlerweile doch etwas ausufernden Formen. Sie ist luftig für die heißen Tage und sieht auch nach einer Fahrt auf dem Fahrrad noch gut aus und kann auch im formellen Audit auf Arbeit bestehen. Ein Allrounder also.


Meine grüne Variante mag ich jetzt schon und der nächste Sommer kommt bestimmt, in dem ich sie dann abwechselnd mit dem pinken Blüschen tragen kann.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Last Minute Rock

Ich habe noch einiges zu zeigen, was ich im Sommer genäht habe. Zum Beispiel diese Rock. 

Die Story dazu erzählt sich wie folgt. Freitag Abend vor der feierlichen Abiturzeugnisausgabe vom Sohn, stellten wir fest, dass die Tochter nicht wirklich was angemessene zum Anziehen hatte. Zur Verteidigung muss ich sagen, dass wir ihre Jugendweihe und seinen Abiball innerhalb einer Woche hatten und natürlich für beide Anlässe das Jugendweihekleid geplant hatten. An die Zeugnisausgabe, die noch zwischen beiden Events lag, hatten wir keinen Moment gedacht.

Aber ich kann ja nähen und die Gelegenheit den Stoff aus China (vom Mann höchstpersönlich von der Dienstreise mitgebracht) seiner Bestimmung zuzuführen. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für den Rock Frau Pippa von Studio Schnittreif. 


Die Wahl fiel auch wegen dem Top, was sie als passend dazu erkoren hatte. Mit meinen weißen Turnschuhen war das Outfit perfekt und das Kind sehr zufrieden.


 Hier seht ihr noch einmal im Detail, dass der Stoff fein gemustert ist.

Dienstag, 29. September 2026

Bügeltasche für das Strickprojekt

 Wie schon hier berichtet, hatte ich neben der Pattydoo Hermine noch eine andere Bügeltasche mit. Die Anleitung dazu hatte ich von meiner lieben Freundin geschenkt bekommen, ebenso wie das dazugehörige Ronar Fix und ein Satz Bügel. Die Anleitung zur Bügeltasche Baltrum findet Ihr auch hier, sowie die dazugehörigen Maße und Bügel.

Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich an dem Wochenende wirklich die Motivation haben würde zwei Taschen nach dem gleichen Prinzip zu nähen, aber als ich dann in Rathen saß und zugeschnittenen Teile auspackte, war ich schon irgendwie gespannt. Gespannt vor allem auf die Unterschiede.


Ein großer Unterschied war, dass bei Baltrum das Ronar Fix schon auf allen Außenteilen aufgebügelt war. Ich war tatsächlich skeptisch, ob meine Nähmaschine das mitmachen würde und hatte auch beim Boden, der bei mir aus Kunstleder ist, auf die Verstärkung verzichtet. Durch das Ronar Fix war schon beim Nähen klar, dass hier viel mehr Stand dahinter steckt. Das kann das Style-Vil doch nicht mithalten. 


Vom Aufbau war der Schnitt auch anders konzipiert, allerdings fand ich das zusammennähen der vielen Teile sehr meditativ und durch die Reißverschlusstaschen außen hat die Tasche noch zwei extra Fächer. 


Der große Vorteil war natürlich die bebilderte Anleitung. Ich bin nicht so der große Fan von Videoanleitungen. Ich möchte individuell schauen, bei welchem Schritt ich bin und bin für das vor- und zurückspringen in Videos viel zu ungeduldig. Besonders, wenn dann noch Werbung dazwischen kommt.


Auch meine Befürchtungen mit der Dicke waren unbegründet. Meine "Reisenähmaschine" ist da locker mit umgegangen. Ronar Fix bekommt ganz klar einen Daumen nach oben von mir. 


Diese Tasche wird nun als meine Strickprojekttasche genutzt und ich mag sie sehr.

Donnerstag, 24. September 2026

Wäscheschrank auffüllen

 Mittlerweile ein jährliches Ritual: Reste zu Slips zu verarbeiten. Das macht gute Laune, fühlt sich gut an und man kann getrost ein paar ausgeleierte entsorgen.


Diesmal ging es auch wieder an die Kinderstoffe, denn was soll sonst damit werden.


Die beiden schwarzen Slips sind ein paar Rest von einem Bordürenstoff, aus dem mal ein Kleid entstand - vor 7 Jahren, wie mir mein Archiv gerade verriet. Ich finde das macht sich auch untendrunter hübsch. Bin mir gar nicht sicher, ob ich das Kleid überhaupt noch habe.

Dienstag, 22. September 2026

Häkeltop Nummer zwei

 Nachdem das Wickeltop so gut geklappt hatte und das Klamotten-Häkeln mit Baumwollgarn als praktikable Lösung von meiner Tochter akzeptiert war, hat sie sich gleich an das nächste Top gesetzt.


Hier musste sie ganz schön probieren und oft aufribbeln. Doch am Ende war sie dann doch erfolgreich und ist nun zufrieden mit ihrem Werk.

Zeit mit dem Werk meiner Tochter bei DvD und Creativsalat vorbeizuschauen.

Montag, 21. September 2026

Nähwochenende Rathen

 Vorletztes Wochenende war es wieder Zeit für die Auszeit mit der Nähmaschine und 11 lieben Freundinnen. Dieses Jahr fand ich sie besonders nötig und sie war auch richtig schön. Hier ein paar Impressionen:

Rathen ist ja nicht unbedingt um die Ecke und man sollte besser nichts vergessen haben, denn es ist schon eine kurvenreiche Anfahrt, die sich aber bei den schönen Ausblicken immer wieder lohnt.


Das erste Nähprojekt startete mit Glitzer und einem "Gruppen-Näh". Wir hatten uns wieder mal darauf geeinigt dieselbe Variante einer Tasche zu nähen. Das ist immer sehr lustig, weil man sich innerhalb der Gruppe gut über die nächsten Nähschritte austauschen kann und so auch den einen oder anderen Fehler vermeiden kann. Schwarmwissen und so.


Herbst ist Pilzzeit, eine von uns hat das frühmorgens genutzt. Die sehen doch gut aus, oder?


Zum Mittag gab es eine leckere Tomatensuppe, Salat und selbstgemachtes Focaccia. Kulinarisch ist so ein Wochenende auch immer sehr schön und man kommt immer mit neuen Ideen und Rezepten nach Hause.


Diesmal hatten wir auch, Dank neu sortierter Mitbringliste, viel Obst und genügend Zutaten für viele Salate.


Ja und ich habe diesmal meine Overlock mitgebracht, die aber gleich einen Schaden davontrug. Die Fadenführung ist zerbrochen. Bei der 17 Jahre alten Maschine, wird die Plaste langsam spröde. Die Spulenhalter musste ich schon im Frühjahr ersetzen. Da kam der 3D Drucker von meinem Bruder zum Einsatz.


So viel Platz hat man auf dem Nähtisch - manchmal ganz schön eng, aber wenn man gut vorplant und sortiert, dann ist das eigentlich kein Problem.


Unser Gruppen-Näh nach der Fertigstellung.


Hier noch mal meine Tasche im Einzelauftritt. Zu sehen die Hermine von Pattydoo, eine größere Kosmetiktasche mit Bügeln in der Öffnung. Die kleinere Hermine hatte ich bereits im März in Rathen genäht.


Geplant ist sie als Projekttasche, oder ähnliches, da bin ich noch unschlüssig. Denn wie es der Zufall will, hatte ich noch eine andere Anleitung einer fast identischen Bügeltasche hier rumliegen, die ich ebenfalls in Rathen genäht habe, die aber trotzdem ganz anders geworden ist. Ich werde noch berichten.


Das Wochenende war jedenfalls rundum gelungen und ich freue mich schon auf das nächste im März.

Montag, 14. September 2026

Buchtipp: Buckeye

 Unaufgeregt, ehrlich, amerikanisch: "Buckeye" erzählt von Lügen und Liebe.

Im Rahmen von Vorablesen, habe ich dieses Buch gewonnen und möchte Euch hier meinen Leseeindruck vermitteln. 

Manche Bücher nehmen sich Zeit. "Buckeye" von Patrick Ryan ist so eins – ein Roman, der sich über Jahrzehnte spannt, vom Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er, und dabei nie hektisch wird, sondern einfach... lebt.

Im Zentrum steht Cal, der wegen eines verkürzten Beins nicht in den Krieg ziehen darf – und der sich sein Leben lang an diesem nicht geleisteten Dienst abarbeitet. Er heiratet Becky, die beiden bekommen einen Sohn, Skip. Auf der anderen Seite steht Margaret: als Waisenkind durch Pflegefamilien gereicht, nie über das Verlassenwerden durch ihre Mutter hinweggekommen. Sie lernt in Columbus Felix kennen und heiratet ihn – Kinder will sie eigentlich keine.

Dann ziehen Felix und Margaret ausgerechnet in Cals Kleinstadt, und ab da verweben sich die beiden Leben. Margaret kommt mit dem Kleinstadtleben nicht klar, und auch die Ehe ist nicht das, was sie sich erhofft hatte. Während Felix an der Front ist, beginnt sie eine Affäre mit Cal. Daraus entsteht Tom – "Buckeye", wie ihn Skip später nennen wird.

Nach dem Krieg kehren beide brav in ihre Ehen zurück. Felix kämpft mit dem, was er im Krieg erlebt hat, und mit dem Verlust eines Mannes, den er dort lieben gelernt hat. Skip und Tom wachsen unterdessen als beste Freunde auf – ohne zu ahnen, dass sie Halbbrüder sind.

Jahre später platzt die Wahrheit über die Affäre heraus. Doch statt reinen Tisch zu machen, entscheiden sich die Erwachsenen, weiter zu lügen: Felix soll offiziell Toms Vater bleiben. Eine Entscheidung, die sich bitter rächt. Als Tom als Erwachsener endlich die Wahrheit erfährt, fühlt er sich zutiefst betrogen – vor allem im Hinblick auf Skip, seinen Halbbruder, der im Vietnamkrieg gefallen ist. Am Ende geht Margaret ihren eigenen Weg, während Becky und Cal nach Jahren der Distanz wieder zueinanderfinden.

Was mich an "Buckeye" wirklich gepackt hat: Es ist kein Buch mit Glanz und Glamour. Hier wird nichts schöngeredet. Es geht um Lügen, um falsche Entscheidungen, um Trauer und Verlust – aber eben auch um Liebe und darum, trotz allem an das Leben zu glauben. Und ganz nebenbei bekommt man ein sehr dichtes Bild vom Amerika der Nachkriegsjahre, von Kleinstadt-Mief und kleinbürgerlichen Werten, wie es sie wahrscheinlich so ähnlich überall auf der Welt gibt und trotzdem so amerikanisch ist. Meiner Meinung reiht es sich in eine Reihe anderer Bücher ein, die ich bereits von amerikanischen Autoren gelesen habe, u.a. The real Americans und Der andere Arthur.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es sehr unaufgeregt daherkommt und die Handlung sich eigentlich nie aus dem engen Kreis dieser sechs Personen herausbewegt. Ich muss aber ehrlich zugeben: Als Nicht-Amerikanerin und als jemand, der diese Zeit nicht selbst erlebt hat, fiel es mir manchmal schwer mich mit der Geschichte zu identifizieren. Trotzdem ist das Buch ein schönes Leseerlebnis.

Montag, 7. September 2026

Gelesen im August

 Fünf Bücher sind es im August geworden, meine Favoriten sind "Leuchtende Schatten" und "Lori". Aber auch "Kein Sommer ohne August" konnte man gut und schnell lesen - ein wunderbarer Liebesroman. 

Enttäuschend war "The Truth about Ruby Cooper", nach dem tollen Vorgängerroman der Autorin hatte ich mehr erwartet. 

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