Dienstag, 25. August 2026

Virale Häkelei

 Meine Tochter hat sich schon an einigen gehäkelten Kleidungsstücken versucht. Diese sind letztendlich aber bisher untragbar geblieben, weil sie zu dicke Wolle verwendet hat und ohne Anleitung gehäkelt hat. Die dicke Wolle, war dabei das Hauptproblem, aber da wollte sich das Eis von der Henne nicht reinreden lassen.

Mittlerweile erhalte ich aber auch immer mehr Häkelcontent auf Instagram, so dass ich über das virale Wickelshirt aus einem Rechteck stieß. Das gibt es übrigens auch zum Nähen aus Stoff.


Das Rechteck mit dem Loch in der Mitte hat an den unteren Saumecken Bindebänder und wird somit gewickelt. Als ich es meiner Tochter zeigt, war sie motiviert das mal auszuprobieren und ich konnte sie auch endlich zu Baumwollgarn überreden. Gehäkelt hat meine Tochter nach dieser Anleitung.


Zwar hätte das Halsloch noch ein bisschen kleiner sein können, aber "Off Shoulder" ist auch gerade sehr beliebt. Ich finde das Top ist ihr gut gelungen und getragen hat sie es auch schon. 
Das nächste zeige ich Euch bald.


Montag, 24. August 2026

Gelesen im Juli (Nachtrag)

 Irgendwie hatte ich es noch nicht geschafft zu zeigen, welche Bücher im Juli gelesen habe. 

Hier die Übersicht.

In Summe hatte ich nur sehr gut Bücher in meinem Stapel. Hervorheben möchte ich Tanja Kokoskas "Guten Morgen schönes Wetter heute", welches einfach gute Laune macht. 

Frieda, welches ich als Sachbuch einstufen würde, hatte ich bereits hier vorgestellt.

Dienstag, 18. August 2026

Ich stricke...

 ... echte Kleidung.

Für mich war Stricken abseits von Tüchern, Schals und Socken bis zuletzt eher ein Mysterium. Kein Verständnis für komplizierte Strickanleitungen, keine Geduld und vor allem, keine Nerven es zu korrigieren, wenn es nicht passt.

Nach dem Weihnachtstuch, hatte es mich aber irgendwie gepackt. Außerdem gab es einen Anlass - die Jugendweihe.

Schon im Februar besorgten wir das Kleid und ich hatte mir in den Kopf gesetzt: die Jacke dazu stricke ich. Die Wahl fiel auf den It's June Cardigan von Drops Design. Die Wolle haben wir abgestimmt auf die Schuhe beim Wolldepot in Radebeul geholt.


Dadurch, dass die Jugendweihe erst Mitte Juni war, hatte ich genügend Zeit und die Jacke ist rechtzeitig fertig geworden. Gelernt habe ich, dass es kein Hexenwerk ist und dass ich mich auch durch Strickanleitungen kämpfen kann. Außerdem gelernt habe ich, dass ich möglichst glatt rechts vermeiden sollte, weil mein Strickbild das nicht hergibt. 

Insgesamt war es aber ein voller Erfolg und die Jacke hat das Outfit so perfekt gemacht. Tatsächlich war es am Jugendweihetag auch so frisch, dass die Jacke zum Einsatz kam. Ich bin mega-stolz auf mein Werk und meine Tochter.

DvD und Creativsalat

Dienstag, 11. August 2026

Meine Neue...

 ... Tasche

Letztes Jahr habe ich mir diese Half Moon Bag genäht. Das Schnittmuster ist von Schnittbox und hat mich sehr überzeugt. Die damalige Tasche hatte Format XL und war sehr viel in Nutzung. Ursprünglich wollte ich damit meinen Arbeitslaptop auf Arbeit transportieren, was aber nicht so ganz passte.

Zum mal schnell Einkaufen fahren, fand ich die Tasche mittlerweile aber zu groß, insbesondere nachdem ich sie für meine Tochter noch einmal in Größe S genäht hatte.

Also griff ich mir meinen neuen Stoff von der Stoffmeisterei und schnitt eine Größe S aus dem tollen pinken Leo zu. Der Schnitt ist so easy peasy, dass man den fix in 2 Stunden umsetzen kann. 


Ich bin sehr zufrieden, auch das selbstgemachte Label passt perfekt, wie ich finde.


Die Tasche ist nun mein neuer farbenfroher Begleiter und lockert meine meist einfarbigen oder dunklen Outfits auf.

Ich freu mich auf den DvD und Creativsalat.

Mittwoch, 5. August 2026

Me MadeMittwoch - Im August

Im letzten Monat habe ich eher wenig genäht. Ein Oberteil für mich hat mich dabei ziemlich lange beschäftigt, und ich glaube, es wird noch einmal für eine Korrektur unter die Maschine kommen.

Wie fange ich am besten an, von diesem Nähprojekt zu berichten? Ich habe mich verführen lassen und ein Schnittmuster gekauft – von einer mir bis dahin unbekannten Schnittmustererstellerin. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, denn erfahrungsgemäß gibt es genau drei Schnittmusterdesignerinnen, deren Schnitte ich bedenkenlos nähen kann. Außerhalb dieser drei wird es schnell experimentell – so auch diesmal.

Der Schnitt ist das Blusenshirt Weidach 2 und ich dachte mir: So schwer kann das nicht sein. Ein wenig Näherfahrung habe ich ja, sodass ich beim Nähen die eher saloppe Anleitung zum Ausschnitt noch mit meinem eigenen Wissen austarieren konnte.


Nicht mehr austarieren ließen sich dagegen die Ärmel – die waren viel zu groß für die Armlöcher. Ich schätze mich zwar als erfahrene Näherin ein, aber im Anpassen von Schnittmustern bin ich wirklich nicht gut. Dafür fehlt mir dann auch etwas die Geduld. Ich habe mindestens zehnmal nachgeprüft, ob mir beim Abpausen ein Fehler unterlaufen war, konnte ihn aber nicht finden. Also blieb das Shirt erst einmal eine Woche liegen (unter der Woche schaffe ich es kaum zu nähen, nur am Wochenende bleiben mir ein paar Stunden). In dieser Zeit reifte die Idee, dass ich die Armkugeln raffen und so die Überlänge ausgleichen könnte. Puffärmel waren zwar ursprünglich gar nicht geplant, aber ich mag Puffärmel ohnehin sehr gern.


Also wurden die Ärmel gerafft, angenäht und das restliche Shirt fertiggestellt. Tja – die Anprobe hat mich dann nicht glücklich zurückgelassen. Erst jetzt fiel mir auf, dass die Armkugeln viel zu weit außen saßen, fast wie bei überschnittenen Schultern – was aber überhaupt nicht zu den Ärmeln passte.

Wieder lag das Shirt eine Woche, dann habe ich die Ärmel erneut herausgetrennt, die Raffung gelöst und die Ärmelnaht am Shirt kurzerhand weiter nach innen verlegt. So passten die Ärmel endlich wieder hinein. Anprobe – schon deutlich besser.


Ganz überzeugt bin ich von meinem Ergebnis trotzdem noch nicht. Den Stoff mag ich sehr, aber insgesamt hatte ich mir etwas Schöneres erhofft. Was ich noch ändern werde: Ich möchte den einen Brustabnäher noch einmal neu auslaufen lassen – da ist mir wohl ein kleiner Pfusch unterlaufen, und er ist zu steil geraten.

Über meine neue Tasche vom letzten Bild berichte ich demnächst.

Zeit für den Me Made Mittwoch.

Dienstag, 4. August 2026

Seifenbeutel

 Unser Seifenbeutel war schon etwas in die Jahre gekommen, so dass ich flott einen neuen gehäkelt habe.


Ein einfaches Projekt mit viel Wirkung, weil nahezu täglich in Nutzung.

Dienstag, 28. Juli 2026

Faltbarer Einkaufsbeutel

 Das kostenlose Schnittmuster für einen Einkaufsbeutel bei Snaply musste ich nähen. Frau kann ja nie genug Stoffbeutel in ihrer Tasche haben.


Vernäht habe ich einen farbenfrohen Outdoorstoff von Alles für Selbermacher.

Und so schaut der Beutel auseinandergefaltet aus.

Damit versuche ich aus meinem Blogloch aufzutauchen und schaue bei DvD und Creativsalat vorbei.

Montag, 27. Juli 2026

Buchtipp: Frieda

Gegen das Vergessen – Ein Blick in die Familienakten aus NS‑Zeiten

Frieda von Geraldine Oetken ist kein Roman, keine ausgeschmückte Geschichte – es ist die beharrliche Recherche einer Urgroßnichte, die weit über das Leben ihrer Verwandten hinaus in die Abgründe der NS‑Zeit vordringt.

Drei Jahre lang hat die Autorin versucht, Fakten und Spuren über das Leben ihrer Urgroßtante Frieda zusammenzutragen, die 1941 in einer Anstalt für Menschen mit Behinderungen starb. Sofort denkt man an die systematische Euthanasie und den grausamen Umgang mit Menschen, die nicht der nationalsozialistischen Norm entsprachen. Doch über Frieda selbst ist kaum etwas erhalten: eine klinisch saubere Akte, ohne Hinweise darauf, wie sie lebte, wer sie war oder wie sie starb.

Also beginnt Oetken, in den weiteren Kreisen zu suchen. Sie durchforstet Patientenakten, gräbt tief in der eigenen Familiengeschichte und schreckt nicht davor zurück, als sich zeigt, dass auch ihre Vorfahren Teil des Systems waren – und sie selbst indirekt Nutznießerin der damaligen Erträge ist.

Das Buch macht eindringlich klar, dass Nazideutschland nicht nur aus Hitler, Goebbels und der Machtzentrale bestand. Millionen Menschen trugen das Regime mit, oft weit entfernt von Berlin, und wurden so zu Täterinnen und Tätern. Viele der Fakten und Statistiken, die Oetken zusammenträgt, scheinen zunächst nicht direkt mit Frieda verbunden – und doch zeichnen sie das Umfeld, in dem Frieda lebte und starb, mit erschütternder Präzision nach.

Frieda ist ein wichtiges, berührendes und aufklärendes Buch. Trotz seines dokumentarischen Charakters liest es sich erstaunlich anregend; der Erzählstil hält einen mühelos im Text. Für alle, die sich mit Familiengeschichte, Erinnerungskultur und der Frage nach individueller Verantwortung im NS‑Staat beschäftigen, ist es eine klare Leseempfehlung.

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