Montag, 12. November 2018

Jelly Roll Decke

Zur Zeit kommen die Blogbeiträge eher spärlich, was nicht daran liegt, dass ich nichts nähe, sondern eher an den fehlenden Fotots. Deshalb zeige ich nun heute etwas, was ich vor einem Jahr schon genäht habe. 
 Ich wollte schon lange mal diese Jelly Rolls ausprobieren und hatte mi dazu einige Anleitungen angeschaut. Obwohl meine Jelly Roll gut gemischt war, bin ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. An manchen Stellen sind doch Farbhäufungen zu sehen.
Das muss ich also bei der nächsten Decke noch genauer prüfen. Ansonsten war die Näherei schön entspannend und ging auch recht flott von der Hand. Das Binding ist, wie immer von Hand genäht.
Die Decke habe ich letztes Jahr zu Weihnachten verschenkt.
Wenn ich die Bilder hier so sehe, juckt es mich gleich in den Fingern hier rumliegende Blöcke vom letzten Jahr endlich fertig zu stellen und zu einer weiteren Decke zu bearbeiten.

Dienstag, 6. November 2018

Buchtipp: Puppenkleidung nähen aus Jersey

Schon letztes Jahr kam nicht umhin ein Büchlein zum Thema "Puppenkleidung" zu bestellen und die Schnitte an einer unserer Puppen zu Testen. 
[Dieser Beitrag kann also als unbezahlte Werbung erachtet werden.]
 Solche Bücher finde ich immer wieder sehr inspirierend und schaue mir gern die Fotos an. Ein  Kritikpunkt fiel mir sofort ins Auge. Es wird auf dem Cover von 3 Puppengrößen gesprochen. Das ist natürlich richtig, allerdings sind alle Puppen in der Größe recht nah beieinander. Der Krümel ist der Kleinste, die anderen sind noch größer. Wer also kleine Puppen benähen möchte, ist mit diesen Schnittmustern nicht gut beraten.
 Genäht habe ich natürlich auch. Einen Kuschelpulli und eine Hose, beides passt dem Krümel ausgezeichnet.
 Witzig fand ich auch die Idee mit der Wendeweste und den Schuhen.
Außerdem schick, der Poncho. Alle Schnitte sind einfach zu nähen und, durch die Größe der Puppen, auch nicht zu friemelig. 
Versteckt hatte ich die Sachen im letztjährigen Adventskalender meiner Tochter.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Lesekissen in neuer Form

Seit vielen Jahren sind bei uns die altbekannten Leseknochen im Einsatz (siehe hier). Wir mögen sie sehr und möchten nicht auf sie verzichten. Doch die vielen Jahre, haben auch die Schwachstellen des Schnittes zum Vorschein gebracht. Trotz sorgfältigen Nähens, platzen die Nähte an den Kreuzungspunkten immer zuerst auf.
Zeit mal Alternativen zu testen.
 Für den Wohnwagen entstanden diese beiden. Links im Bild der gedrehte Knochen Ladis von Fadenspanung. Im Freebook gibt es ihn in drei verschiedenen Größen - ich habe mich für die mittlere entschieden, die ein wenig kleiner ist, als der Ursprungsleseknochen. Die Drehung, der Schnitt und die Möglichkeit auch eine kleine Variante, z.B. für die Kinder nähen zu können finde ich genial.
 Das rechte Kissen ist ein Peanut Pillow. Dieses gibt es als Kaufschnitt, aber auch als Freebook, z.B. hier. Ist auch schick, aber überzeugt mich nicht so sehr, wie der gedrehte Knochen. Da beide aus jeweils vier Teilen bestehen, denke ich, dass die Nahtkreuzungen besser halten werden. Ich bin gespannt.
Hier noch ein Bild für den Größenvergleich. Den Knochen links hatte ich im Sommer für meinen Papa genäht.

Sonntag, 28. Oktober 2018

Bloggertreffen und "Näh ich mir!"-App

Letzten Freitag war wieder einmal Nähbloggertreffen. Es ist immer schön sich in trauter Runde zu treffen und gemeinsam zu schwatzen, zu nähen und den Abend zu genießen.
 Ich hatte meine alte Privileg, die, wie ich lernte, aus dem Hause Janome stammt, mit und nähte ein paar Quadrate zusammen. 
 Außerdem hatten wir einen Gast - die Macherin der App Näh ich mir! Sie erzählte uns, wie es zu der Idee kam und wie sie umgesetzt wurde. Sehr spannend, wie ich finde. Die App hatte ich mir schon installiert, als hier in der lokalen Presse darüber berichtet wurde.
Die App bietet eine Stoffladenkarte, Stoffmarktermine im Überblick, 
 die Möglichkeit Körpermaße zu speichern, Stoffe und Schnittmuster zu katalogisieren und Näher in der Umgebung zu finden.
 Unsere diesmalige Lokalität war das &Rausch in Dresden Pieschen. Es war zwar etwas duster, aber das Essen durchaus lecker.
Ich freue ich schon auf das nächste Treffen.

[Kann Spuren von Werbung enthalten.]

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Wie gewünscht: Türkis

Bevor ich jetzt endlich meine Overlock zur Wartung geschickt habe, durfte sie noch ein wenig rattern. Warme Hosen sollten es noch sein und wir hatten uns im Urlaub einen kuscheligen Sweat dafür ausgesucht. Dazu fand ich noch passend einen Jersey im Regal, den sich meine Tochter vor einiger Zeit auf dem Stoffmarkt ausgesucht hat.
 Zu dem Stoffmuster  fiel mir sofort wieder der Schnitt von diesem Shirt ein. Mit den Ärmelabschlüssen wunderbar romantisch.
 Die Gummigarnkräuselung hat wieder wunderbar geklappt. 
 Die Hose habe ich diesmal gleich kürzer gemacht. Auf den Fotos staune ich immer, wie groß mein Mädchen schon ist.
 Die blaue Hose ist natürlich viel neutraler, als die Hose aus dem Rosenstoff und fast alle ihre Shirts passen dazu. 
 Ein paar Schildchen durften auch noch sein.
Das schicke ich zum After Work Sewing.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Ohne Hoch und ohne Glanz

Mein Blog soll ja ehrlich sein und kein Hochglanzmagazin für (selbstgenähte) Damenmode. Deshalb kann ich auch heute ein Shirt zeigen, was noch auf seine Sternstunden wartet.
Irgendwie ist im Moment nämlich der Wurm drin bei den selbst genähten Sachen für mich. Die Vorstellung, wie etwas aussehen soll und das Resultat stimmen irgendwie nicht überein... oftmals auch schwer greifbar warum.
Die Inspiration kam von hier - das gezeigte Shirt gefiel mir. Den Schnitt hatte ich sogar da... dem Experiment stand also nichts im Weg.
 Der erste Stolperstein war, dass im verlinkten Beispiel die Rüsche doppelt liegt. Was? Ich konnte mir das beim besten Willen nicht für mein Material vorstellen. Das wäre zu dick geworden. Nach langem Hin- und Her habe ich mich für die einlagige Variante entschieden.
 Shirt bis auf die Säume fertig genäht und festgestellt, dass ich nicht zufrieden bin. Ein paar Optionen gewälzt - keine ausgewählt, und das Shirt ein paar Wochen auf der Schneiderpuppe hängen lassen - zum dran Gewöhnen.
So richtig hat es nicht geholfen. Die Säume habe ich noch genäht und die Rüsche gebügelt wie wild, damit sie nicht so absteht... aber richtig happy bin ich nicht. Wenn jetzt hier keiner eine bahnbrechende Idee hat, wie man das noch retten kann... wird es wohl "Homewear".
Ich glaub, es liegt am Kontrast... das Gelb sticht zu sehr raus.


Materialangaben [Werbung]:
Schnitt: Marla von Kreativlabor
Stoff: Jersey

Dienstag, 16. Oktober 2018

Rosenblütenjeggins

Große Blumenprints sind gerade sehr angesagt und ich muss zugeben, dass ich diesen Trend sehr mag. Ich bin schon auf der Suche nach passendem Stoff für mich, doch vorerst ging es an die Reste.
 Von meinem Lieblingspulli lag noch ein ausreichender Rest im Schrank für eine Jeggins. Der Sweat ist wunderbar warm und genau richtig für eine Mädchenhose. Beim Nähen lachte mich dann noch dieser ebenfalls gut abgelagerte Jersey für ein Oberteil an und ich fand, die Kombi verdiente genäht zu werden.
 Lieblingsschnitt mit Lieblingsdetail: Tropfenausschnitt mit Knopfverschluss. Der Schnitt stammt (Achtung: Werbung) aus der Ottobre 4/2011. Ich glaube das ist die Ausgabe, aus der ich die meisten Schnitte bisher genäht habe.
 Meine Tochter findet das Outfit toll, auch wenn sie nun doch bald was in türkis oder petrol haben möchte. Im Urlaub haben wir noch einen Sweat ausgesucht.
 Der Jegginsschnitt ist wunderbar, nur noch ein bisschen lang. Ich habe aber nicht gekürzt, sondern unten nach innen umgeschlagen. So passt die Hose noch eine Weile.
Hier noch ein Foto mit unserem stetigen Fotobegleiter. Mit seinem schwarzen Fell passt er auch 1A zum Outfit.

Angaben zu Schnitt und Material [Werbung]:
Jeggins nach Klimperklein, Shirt Ottobre 4/2011
Rosensweat von lillestoff, Jersey HHL von Hilco

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Softshelljacke für den Mann

Schon seit dem Frühjahr habe ich den Plan meinem Mann eine Softshelljacke zu nähen. Er hatte noch nie eine und irgendwie hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass er eine braucht.
Ich gestehe, ich mag Softshell, es ist ein tolles Material, welches sich auch gut verarbeiten lässt.
 Der Stoff war schnell gekauft, der Schnitt war auch klar. Es fehlte nur noch der letzte Anstoß, das jetzt wirklich anzugehen. Deadline war Herbst, weil das die Jahreszeit ist, für die er eine solche Jacke gut gebrauchen kann.
 Die Deadline war dann das Ausschlaggebende, der Respekt vor so umfangreichen Projekten ist eben doch noch groß, auch wenn man im Nachhinein das nicht mehr so nachvollziehen kann.
Hier seht ihr nun das fertige Resultat. Die Vermessung des Mannes ergab Größe M, ich wählte trotzdem Größe L, da er sich in der Vergangenheit über zu enge Sitzform selbstgenähter Sachen in der M "beschwerte".
 Kragen und die mit Reißverschluß befestigte Kapuze (ups, davon habe ich gar kein Detailfoto gemacht) sind das Friemeligste an der ganzen Jacke. Der Rest ist eigentlich dann recht schnell genäht. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.
 Hier ein paar Details. Ich freue mich, dass ich auf Anhieb den Reißverschluss so eingenäht habe, dass alle Kanten aufeinanger passen. Die Kapuze hinten hat einen Versteller mit Klett. Die Taschen können mit Reißverschluß geschlossen werden.
 Am Rücken gibt es noch eine Reflektorpaspel.
Der Mann ist zufrieden und wird die Jacke in den anstehenden Herbstferien ausgiebig testen.

Das Projekt schicke ich zum AWS, denn ich habe tatsächlich jeden Tag nach der Arbeit ein wenig daran genäht.

Angaben zu Schnitt und Material [Werbung]:
Schnitt: Softshelljacke Simon von pattydoo
Material: farblich zueinander passende Reißverschlüsse von Snaply, Ösen, Druckknöpfe und doppelter Kordelstopper fand ich beim örtlichen Karstadt

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