Donnerstag, 18. Oktober 2018

Ohne Hoch und ohne Glanz

Mein Blog soll ja ehrlich sein und kein Hochglanzmagazin für (selbstgenähte) Damenmode. Deshalb kann ich auch heute ein Shirt zeigen, was noch auf seine Sternstunden wartet.
Irgendwie ist im Moment nämlich der Wurm drin bei den selbst genähten Sachen für mich. Die Vorstellung, wie etwas aussehen soll und das Resultat stimmen irgendwie nicht überein... oftmals auch schwer greifbar warum.
Die Inspiration kam von hier - das gezeigte Shirt gefiel mir. Den Schnitt hatte ich sogar da... dem Experiment stand also nichts im Weg.
 Der erste Stolperstein war, dass im verlinkten Beispiel die Rüsche doppelt liegt. Was? Ich konnte mir das beim besten Willen nicht für mein Material vorstellen. Das wäre zu dick geworden. Nach langem Hin- und Her habe ich mich für die einlagige Variante entschieden.
 Shirt bis auf die Säume fertig genäht und festgestellt, dass ich nicht zufrieden bin. Ein paar Optionen gewälzt - keine ausgewählt, und das Shirt ein paar Wochen auf der Schneiderpuppe hängen lassen - zum dran Gewöhnen.
So richtig hat es nicht geholfen. Die Säume habe ich noch genäht und die Rüsche gebügelt wie wild, damit sie nicht so absteht... aber richtig happy bin ich nicht. Wenn jetzt hier keiner eine bahnbrechende Idee hat, wie man das noch retten kann... wird es wohl "Homewear".
Ich glaub, es liegt am Kontrast... das Gelb sticht zu sehr raus.


Materialangaben [Werbung]:
Schnitt: Marla von Kreativlabor
Stoff: Jersey

Dienstag, 16. Oktober 2018

Rosenblütenjeggins

Große Blumenprints sind gerade sehr angesagt und ich muss zugeben, dass ich diesen Trend sehr mag. Ich bin schon auf der Suche nach passendem Stoff für mich, doch vorerst ging es an die Reste.
 Von meinem Lieblingspulli lag noch ein ausreichender Rest im Schrank für eine Jeggins. Der Sweat ist wunderbar warm und genau richtig für eine Mädchenhose. Beim Nähen lachte mich dann noch dieser ebenfalls gut abgelagerte Jersey für ein Oberteil an und ich fand, die Kombi verdiente genäht zu werden.
 Lieblingsschnitt mit Lieblingsdetail: Tropfenausschnitt mit Knopfverschluss. Der Schnitt stammt (Achtung: Werbung) aus der Ottobre 4/2011. Ich glaube das ist die Ausgabe, aus der ich die meisten Schnitte bisher genäht habe.
 Meine Tochter findet das Outfit toll, auch wenn sie nun doch bald was in türkis oder petrol haben möchte. Im Urlaub haben wir noch einen Sweat ausgesucht.
 Der Jegginsschnitt ist wunderbar, nur noch ein bisschen lang. Ich habe aber nicht gekürzt, sondern unten nach innen umgeschlagen. So passt die Hose noch eine Weile.
Hier noch ein Foto mit unserem stetigen Fotobegleiter. Mit seinem schwarzen Fell passt er auch 1A zum Outfit.

Angaben zu Schnitt und Material [Werbung]:
Jeggins nach Klimperklein, Shirt Ottobre 4/2011
Rosensweat von lillestoff, Jersey HHL von Hilco

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Softshelljacke für den Mann

Schon seit dem Frühjahr habe ich den Plan meinem Mann eine Softshelljacke zu nähen. Er hatte noch nie eine und irgendwie hatte ich mir in den Kopf gesetzt, dass er eine braucht.
Ich gestehe, ich mag Softshell, es ist ein tolles Material, welches sich auch gut verarbeiten lässt.
 Der Stoff war schnell gekauft, der Schnitt war auch klar. Es fehlte nur noch der letzte Anstoß, das jetzt wirklich anzugehen. Deadline war Herbst, weil das die Jahreszeit ist, für die er eine solche Jacke gut gebrauchen kann.
 Die Deadline war dann das Ausschlaggebende, der Respekt vor so umfangreichen Projekten ist eben doch noch groß, auch wenn man im Nachhinein das nicht mehr so nachvollziehen kann.
Hier seht ihr nun das fertige Resultat. Die Vermessung des Mannes ergab Größe M, ich wählte trotzdem Größe L, da er sich in der Vergangenheit über zu enge Sitzform selbstgenähter Sachen in der M "beschwerte".
 Kragen und die mit Reißverschluß befestigte Kapuze (ups, davon habe ich gar kein Detailfoto gemacht) sind das Friemeligste an der ganzen Jacke. Der Rest ist eigentlich dann recht schnell genäht. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.
 Hier ein paar Details. Ich freue mich, dass ich auf Anhieb den Reißverschluss so eingenäht habe, dass alle Kanten aufeinanger passen. Die Kapuze hinten hat einen Versteller mit Klett. Die Taschen können mit Reißverschluß geschlossen werden.
 Am Rücken gibt es noch eine Reflektorpaspel.
Der Mann ist zufrieden und wird die Jacke in den anstehenden Herbstferien ausgiebig testen.

Das Projekt schicke ich zum AWS, denn ich habe tatsächlich jeden Tag nach der Arbeit ein wenig daran genäht.

Angaben zu Schnitt und Material [Werbung]:
Schnitt: Softshelljacke Simon von pattydoo
Material: farblich zueinander passende Reißverschlüsse von Snaply, Ösen, Druckknöpfe und doppelter Kordelstopper fand ich beim örtlichen Karstadt

Freitag, 28. September 2018

Überraschend gut

Ich will ja nicht mehr so bunt für meine Tochter nähen, aber sie mag pink immer noch ungemein. Da erschien mir der Katzenjersey ganz geeignet. Die pinken Tupfen der Katzenohren konnte ich im Bündchen und der Covernaht wieder aufgreifen.
 Bei der Schnittwahl habe ich eine ganze Weile meine Schnittmusterzeitschriften gewählt. Dieses Oversizeshirt erschien mir dann, wegen der vorgesehenen Bündchen gut. 
 Als ich dann fertig war, ging mir der Gedanke einen Sack genäht zu haben nicht mehr aus dem Kopf.
 Aber hey, das Kind ist größer als gedacht und es steht ihr. Zusammen mit den Jeggins ist es genau ihre Kombi, mit genügend Freiraum zum Toben.
Von der Jeggins braucht sie nun noch ein Paar mehr.

Donnerstag, 27. September 2018

Mehr Basic geht nicht

Diesen einfachen Rollkragenpulli habe ich schon im letzten Winter genäht. Da er aber wirklich so unauffällig ist, wollte ich ihn erst gar nicht im Blog zeigen. Aber jetzt halt doch, immerhin ist dies mein Nähtagebuch und er gehört hierher.
 Der Stoff ist ein sehr weicher (vielleicht auch ein wenig labbriger) Strickstoff. Wie ich erst auf den Fotos sehe, zieht der Stoff durch seine Eigenschaften die Armkugeln zu tief.
Aber ich will ja nicht immer zu kritisch sein. Es ist ein angenehm zu tragender Pulli, der schön warm hält.
Die Fotos hat meine 6jährige Tochter gemacht, daher ist das letzte auch nicht 100% scharf. Sie war aber so begeistert von der Idee die Fotos von mir zu machen, dass ich sie nicht bremsen wollte.

Freitag, 21. September 2018

Erkunde, Erforsche!

Mein Sohn wird bald 11, ist in den letzten Wochen ein gutes Stück selbstständiger geworden und gewachsen. Ein paar neue Langarmshirts wird er brauchen und hier sehr Ihr das Erste.
 Seit diesem Schuljahr gibt es nun ein paar neue Schulfächer, unter anderem Geografie und da fand ich doch diesen Weltkartenstoff ganz witzig. Ein kleiner Schriftzug musste aber mit drauf, das passt so gut, wie ich finde.
 Momentan beobachte ich genau, wie viel Zeit ihm die neue Schule noch zum Erkunden lässt. Als Kleinkind schon konnte er stundenlang Dinge beobachten, ausprobieren, wie z.B. ein Türscharnier. Seit er lesen kann, lümmelt er über Sachbüchern und sammelt in seinem Kopf Fakten über Fakten. 
Dass ihm der Stundenplan und die doch recht vielen Hausaufgaben dafür gerade überhaupt keine Zeit mehr lassen, finde ich schade. Die Fakten bekommt er nun in der Schule, darauf hatte er sich am Meisten gefreut. Das es nicht jeder Lehrer schafft diese wie in einer BBC Dokumentation rüberzubringen, bremst die Begeisterung ein wenig. Wir werden also schauen, wie wir seine Entdeckerlaune weiterhin fördern können. 
Ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickelt.

Mittwoch, 19. September 2018

Blouson für die Kleine

Maarika hatte mich irgendwie angesteckt mit den Blousons für ihre Töchter (hier und hier) und ein Jäckchen kann man immer gebrauchen. Also habe ich die Stoffvorräte gesichtet, farbliche Erlaubnis bei meiner Tochter eingeholt und dann losgelegt.
 Momentan geht mir das Nähen nicht ganz so leicht von der Hand. Die Eingrifftaschen hatten es wirklich in sich, obwohl das nicht meine ersten waren. Irgendwie fehlte die Konzentration, der Wille um die Ecke zu denken... ich habe einiges wieder auftrennen müssen.
 Gleichermaßen beschäftige mit das Saumbündchen. Die Jacke ist komplett gefüttert (Schnittmuster ist übrigens aus dem Buch von Klimperklein), das einlagige Bündchen, die blouson-typischen Ecken vorn und die zwei Jackenlagen gekonnt zu verheiraten hat mich einige Grübeleien vorm Einschlafen gekostet. Glücklicherweise eilte mich nichts, denn ich musste sowieso noch auf den Reißverschluss warten. 
 Aber die ganze Auftrennerei und Grübelei haben sich gelohnt. Ich bin relativ zufrieden mit der Jacke. 
 Innen schaut sie dann so aus. Fürs immer noch kindliche Gemüt ein paar "niedliche" Einhörner - Zugeständnisse müssen schließlich sein.
Damit habe ich mich auch ein wenig auf das nächste große Nähprojekt vorbereitet. Hoffentlich wird das dann mit der Konzentration besser. 

Diese Jacke schicke ich jetzt erst mal zum AWS.

Donnerstag, 13. September 2018

Lavendula

Ran an die Stoffüberbleibsel dachte ich mir und nahm mir gleich die Reste vom "Einschulungskleid" und nähte diese Lavendula.
 Viel gibt es dazu nicht zu sagen, ich mag die Ausschnittform, habe im Rückenbereich aber ebenfalls den V-Ausschnitt gewählt, der aber nicht so schön fällt.
  Beim nächsten mal gibt es also hinten einen hohen Rücken oder generell eine Nummer größer. Denn auf den Fotos fallen mir auch die Falten an den Achseln auf.

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