Freitag, 7. Mai 2021

Sweatjacke Bernd

 Den wunderbaren "Firefly Nights" Sweat hatte ich letzten Herbst zusammen mit meiner Freundin auf einem Streifzug durch die Dresdner Stoffläden mitgenommen. Eigentlich wollte ich ursprünglich eine Hose daraus nähen, aber nun ist es eine Jacke geworden.


Für den Garten und Draußen rumtoben; was leichtes, sollte es sein.


Ich habe mich dann für den Schnitt Sweatjacke Bernd von Graziela entschieden, einfach weil ich hier die Teilungen gut zum Stoffe kombinieren nutzen konnte und weil die Jacke einen Kragen, statt Kapuze hat.


Mit den Taschen habe ich mich etwas schwer getan. Eigentlich hat mir das Konzept mit dem Reißverschluss, der hinter die Öffnung genäht wird nicht gefallen. Einfach, weil da ja eine Hand reinfährt und dann die Kanten fühlen kann. Bei Rucksäcken und Taschen habe ich solche Reißverschlusstaschen schon genäht, aber bei Kleidungsstücken? Dann dachte ich, ich nähe die Taschen einfach wie beim Blouson, aber irgendwie war ich geistig doch zu träge dazu und habe letztendlich doch nach Anleitung genäht.


Mein kleines Outdoormädchen liebt auch diese Jacke. Sie ist wunderschön weich und kuschelig.


Beim Kragen ist es immer so eine Zitterpartie. Den näht man ja aufgeklappt an, näht dann den Reißverschluss ein und anschließend näht man die vorderen Kanten, so dann er denn zusammengeklappt ist. Zum Schluss muss man natürlich ihn noch festnähen. Die Naht dazu erfolgt im Nahtschatten der ersten Naht (sie ist hier im Foto nicht zu sehen). 

Wie gut man allerdings den inneren Kragenteil mit erwischt ist für mich immer wie Lottospielen. Diesmal ist es relativ sauber gelungen. Denn trotz vieler Nadeln und sorgfältigem Stecken kann doch immer mal was verrutschen. 

Wenn das man mal kein Grund ist zum Freutag zu schauen.

Dienstag, 4. Mai 2021

Flat Lay Bag

 Make-up ist eigentlich nichts, was zu meiner täglichen Grundausstattung gehört. 

Das ist vielleicht auch eine Sache der Erziehung. Meine Mutti hat sich nie geschminkt und wenn dann ist das sicherlich nicht mit den heutigen Schichten an Grundierung, Concealer, etc. zu vergleichen. Wenn meine Tante Lippenstift auflegte, nannte sie es "Kriegsbemalung". Frauen aus östlichen Ländern galten als "angemalt". In meinen Teeniejahren habe ich natürlich auch herumexperimentiert, aber ich würde das alles als stümperhaft und halbherzig bezeichnen. Ganz ungleich der perfekt geschminkten Mädels aus dem arabischen Raum, die ich vor einigen Jahren kennenlernen durfte.

Ein "Nerd", der sich stundenlang Schminkvideos anschaut, etc. werde ich ganz sicher nicht mehr. Dennoch fiel mir letztens auf, dass meine Ausrüstung in einer klassischen Kulturtasche wirklich unpraktisch zu finden ist. Pinterest hat dann das restliche getan und ich musste mir unbedingt diese Flat Lay Bag nähen.


Was diese Tasche so anders macht, ist dass man im ausgebreiteten Zustand alles übersichtlich vor sich hat und nicht mehr kramen muss. Da ich nur knapp 1 m Rispband im Vorrat hatte, habe ich den Kreis im Durchmesser von etwas mehr als 30 cm zugeschnitten. 


Allerdings könnte das Aufziehen noch ein wenig besser flutschen. Vielleicht empfiehlt es sich eher nur Schlaufen zu nähen, dass einen durchgehenden Tunnel, das müsste ich ausprobieren.


Möglicherweise rutscht sich das auch noch ein, gefühlt geht es jetzt besser, als bei den ersten 3 Anläufen.

Den schönen Stoff, den man leider gar nicht so richtig sieht, habe ich von Prodyouce.

Damit ist heute wieder Zeit für: Creative Lovers, DvD und Creativsalat.

Donnerstag, 29. April 2021

Blogparade: Näh-Klassiker

 Amberlight-label hat dazu aufgerufen sein Blogarchiv zu durchwühlen und einen Klassiker aus den Anfangsjahren zu nähen. Tja, was ist denn nun ein Klassiker. 

Wirklich viel gelesen wird bei mir mein Beitrag zur Bethioua Blogparade. Den hübschen Schnitt habe ich schon oft genäht, auch in der Teenieversion in den letzten Jahren. Also eigentlich ein echter Dauerbrenner.

Noch weiter nach vorn in der Historie geschaut, ist mir ein Schnitt eingefallen, den ich früher oft genäht habe, aber nie wieder aufgegriffen habe. Für diesen habe ich mich dann entschieden.

Erinnert Ihr Euch an Längsgeteilt? Ein einfacher Shirtschnitt, der durch die Teilungen einen gewissen Charme erhält. Den Schnitt habe ich wirklich sehr oft genäht, weil man mit ihm schön Stoffe kombinieren kann. Mittlerweile bräuchte ich wohl keinen extra Schnitt mehr für so einen Mix, trotzdem habe ich ihn noch mal rausgekramt und für meine Kleine noch einmal genäht.


Vor dem Zuschneiden habe ich mir überlegt, wie ich dem Shirt noch einen gewissen Pep verleihen kann. Aufgrund der Teilung kam mir die Idee von einem Knotenshirt. Eigentlich wollte ich mich an diesem Shirt orientieren, habe dann aber doch noch einmal das Internet befragt und mich dann an dieser Anleitung entlang gehangelt.


An den Ärmelsäumen und dem Ausschnitt habe ich eingefasst. Das ist eine Technik, die ich vor 10 Jahren noch nicht benutzt habe.

Ursprünglich hatte ich auch geplant vor noch etwas aufzuplottern, aber mittlerweile gefällt es mir so wie es ist am besten. Ich finde es ist richtig süß geworden.

Dienstag, 27. April 2021

Blouson aus Steppstoff

 Ich wollte unbedingt diesen coolen Steppstoff ausprobieren, den es jetzt zu kaufen gibt. So entstand für meine Tochter ein neuer Blouson. 


Als Schnittmuster hielt Blouson Neela her, allerdings habe ich ihn schon um 3 cm verlängert, was mir persönlich aber noch zu kurz ist. Ich weiß, dass die Kürze so ein typisches modisches Feature dieser Jacken ist, ich habe aber trotzdem gern die Nieren des Kindes bedeckt.


Auf den Rücken habe ich ein Pferd gestickt. Das macht die Jacke gleich zu einem Lieblingsteil.


Um die Ecke denken musste ich auch wieder beim Einnähen des Fertigbündchens am unteren Saum. Die Jacke ist komplett gefüttert und in der Anleitung wird immer nur mit Bündchenstoff gearbeitet. Zwar gibt es hier eine Anleitung für das Einnähen von Fertigbündchen an Blousons, allerdings ist die Jacke in der Anleitung nicht gefüttert. 
Ich musste also wieder einige Tage drüber grübeln, wie das doch gleich noch mal ging. Immerhin hatte ich das ganze schon mal genäht, wie hier zu sehen.


Zwar hatte ich mir auch vorgenommen, den Arbeitprozess zu dokumentieren, aber wenn man dann einmal im Nähflow ist, unterbricht man die Arbeit doch nicht zum Fotografieren. Zumindest fällt mir das schwer.


Das Endergebnis gefällt uns sehr. Die erste Reaktion der Tochter war: "Mama, die sieht aus, wie gekauft." Ob das jetzt ein Kompliment ist... weiß ich noch nicht. Meine Tochter hat es aber definitiv als Lob gemeint.


Damit schaue ich heute wieder bei folgenden Linkpartys vorbei:

Donnerstag, 22. April 2021

2021 Pattern Parade - April

 Hat jemand die Pattern Parade hier letzte Woche vermisst? Nö? Gut so.

Denn ich starte erst heute durch. 

Da das mit der Pünktlichkeit nicht so richtig geklappt hat, was einfach gerade daran liegt, dass die Tage, Wochen und Monate in einem Einheitsbrei dahinfließen, habe ich jetzt auf der Pattern Parade Seite die jetzt gültigen und Daten eingetragen. 

Diese Woche zeige ich hier nun das Schnittmuster für April. Es heißt [Werbung] Runa und kommt von näähglück. Durch die Teilnahme am alljährlichen näähglück Adventskalender befand sich der Schnitt schon seit 2018 auf meiner Festplatte und sollte nun endlich einmal umgesetzt werden.


Der Schnitt ist in Raglanart, allerdings oben mit durchgehender Passe. Ich hatte das Schnittmuster mit einem meiner Standardschnittmuster (also einem Schnitt, der gut passt verglichen) und musste in der Armbreite noch etwas zugeben. Außerdem habe ich die Ärmellänge auf eine mir gefällige Länge angepasst. Beides sind allerdings Indizien, dass ich dringend an meiner Körperform arbeiten muss.


Für das Shirt selbst hatte ich noch eine Stoffkombination hier liegen, die ursprünglich mal für die Kopie dieses Shirts gedacht war. Der Passenstoff ist eine Webware mit Lochstickerei, der andere Stoff Jersey.


Damit das Shirt auch leicht anzuziehen ist, musste ich einen Schlitz einarbeiten. Das war mit der Passe natürlich ein Kinderspiel und ergibt auch noch ein nettes Detail. Die obere Kante habe ich wie gewohnt mit einem Streifen aus Jersey versäubert.


Nach Fertigstellung war ich mir noch unsicher, ob ich die Ärmel nicht doch noch kürzen möchte, aber nach dem Fotoshooting, denke ich doch, dass es mir so ganz gut gefällt.


Die Fotos mit Selbstauslöser sind immer wieder eine Herausforderung und ich denke oft an die Zeiten zurück, als ich noch mit meinem Fotograf durch die Gegend gezogen bin, immer auf der Suche nach einer hübschen Location.


Mit meinem Shirt schaue ich bei Du für Dich am Donnerstag vorbei und mache auch wieder hier meine Linkparty auf.

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Dienstag, 20. April 2021

Mosaikbrettchen

 Schon vor ein paar Jahren hatte ich mal mit kleinen Mosaiksteinchen ein Tablett verziert. Dieses ist ganz oft bei uns in Gebrauch und ganz oft hat sich meine Tochter gewünscht auch mal so ein Tablett zu gestalten. 


Zum Geburtstag gab es also Steine, Tablett, Kleber und Fugenmasse geschenkt. Den Rest hat sie dann fast allein gemacht. Sie ist ziemlich stolz auf ihr Tablett.


Da noch Steine übrig waren, habe ich mich hingesetzt und noch hier liegendes Tablett, welches auch schon in Benutzung war zu verzieren. Ich fand das unheimlich entspannend sich immer mal wieder hinzusetzen und ein paar Reihen zu kleben. Zwar gibt es kein Muster, aber damit es schön bunt wird, musste man trotzdem ein wenig aufpassen, welcher Stein wohin kommt.


Sicher kann man auch noch viele andere Dinge verzieren, aber das war jetzt erst mal so die erste Idee. Mal sehen, ob wir mit dem Steinresten noch etwas anderes gestalten.

Creative Lovers, DvD und Creativsalat.

Dienstag, 13. April 2021

Jacken, Jacken, Jacken

 Im Moment scheine ich im Jackennähfieber zu sein. Nach meiner Softshelljacke hier nun die Nächste. Außerdem hängt eine weitere Jacke schon fertig hier und eine ist noch in Planung. Irgendwie will gerade die halbe Familie benäht werden.


Bei meinem Sohn tat es wirklich Not. Seine bisherige Jacke war viel zu klein geworden und reichte nicht mal mehr für den Garten. Beim Schnittmuster habe ich mich wieder auf Pattydoo berufen, einfach weil das nach meiner Susan am einfachsten erschien. Der Schnitt heißt [Werbung] Softshelljacke Jacky und ich habe Größe 164 genäht.  


Insgesamt hängt sie zwar noch ein wenig am Sohn rum, was wir aber vor allem seinem schlaksigen Körperbau zuschreiben. Der Softshell, oh Schreck, lag tatsächlich noch in dieser ausreichenden Menge im Schrank. Aus diesem Stoffstück hatte ich schon die Jacke vom Mann genäht. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber damals war richtig viel übrig vom Stoff und ich bin total glücklich, dass es jetzt noch für eine ganze Jacke gereicht hat. Ich wäre aber auch zu Stoffkombinationen mit anderem Softshell bereit gewesen.


Bis auf ein paar reflektierende Paspeln unten bei den Taschen und am Rücken ist die Jacke sehr schlicht geblieben. Mein Teenie mag das so am liebsten und das ist ja leicht zu erfüllen. 


Ich bin wieder sehr zufrieden mit meinem Nähergebnis, auch wenn ich diesmal 3 Nadeln verbraucht habe. Ich gebe zu, dass mir diese dicken Reißverschlüsse nicht so liegen. :-)


Dienstag, 6. April 2021

Geburtstagsshirt - schon 9!

 Heute fallen vereinzelt Schneeflocken und letzte Woche habe ich meine Tochter noch im kurzen T-Shirt draußen fotografiert. Es war die Gelegenheit ihr diesjähriges Geburtstagsshirt abzulichten.


Als Schnitt diente mir LaBluesje von pedilu und vom Ergebnis bin ich überzeugt. Der lockere Oversizelook steht meiner 9-jährigen sehr gut. 


Den Stoff habe ich in Lieblingsfarbe gewählt. Für die Einsätze an den Schultern habe ich mir ein paar Streifen von einem Stoff, der für ein Kleid geplant ist, gemopst.
Passend dazu auch der Plott.


Mein Mädchen mag das Shirt sehr, ich auch. So sind wir wieder einmal alle glücklich.

Nur der Fotoapparat und meine limitierten Künste mögen den Blauton nicht. :-) Die Outdoorfotos sind da näher am eigentlichen Farbton dran.

Creative Lovers, DvD und Creativsalat.

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Sonntag, 4. April 2021

Frohe Ostern

 Frohe Ostern!



Kostenlose Anleitung für die Hühner von hier.

Dienstag, 30. März 2021

Kosmetiktasche

 Als Geburtstagsgeschenk für meine liebe Kollegin wollte ich unbedingt eine Tasche extra nähen (ich hätte ja auch eine von diesen nehmen können), weil mich dieser Vorgang für jemanden etwas zu nähen immer sehr zufrieden stellt. Bzw. beim Nähen selbst die Gedanken meist bei der Person sind.


Ich entschied mich für diese freie Anleitung vom Bernina Blog. Sicherlich auch als Herausforderung gedacht. Die Idee mit dem farbig untersetzten Stickbild fand ich so gut, dass ich sie auch mitgenommen habe und so zum ersten Mal den hier lagernden Siebdruckrahmen ausprobiert habe.


Das mit dem Siebdruck hat gut geklappt, auch wenn ich eigentlich nicht die passende Ausrüstung hatte. Die Stickerei von hier, harmoniert erstaunlich gut mit dem blau und gold des Hintergrundes und wirkt von oben betrachtet sogar etwas plastisch. Das schreit nach Wiederholung.


Die Tasche selbst ließ sich ok nähen. Mir fehlte so ein bisschen der "Ahhh-Effekt". Also der Part im Nähvorgang, in dem sich die Schnittteile und Anleitung so fügen, dass man ein ausgesprochen sauberes Ergebnis hat - ohne sich verbiegen zu müssen.
So wird das Futter einfach nur reingesetzt in die Tasche, die Nahtzugabe oben umgeschlagen und mit der Steppnaht unterhalb des Reißverschluss fixiert. Aus Erfahrung wusste ich, dass das nur schief gehen kann und unsauber wird. Denn es ist unwahrscheinlich, dass man das Futter so genau gesteckt bekommt und es sich während des Nähens nicht verschiebt. Ich habe es also erst mit der Hand festgenäht, bevor ich die Steppnaht platziert habe.  


Auch beim Deckel bin ich ein wenig verzweifelt, insbesondere an den Ecken und würde beim nächsten Versuch wahrscheinlich den Reißverschluss nicht direkt am Deckel annähen, sondern noch einen Streifen dazwischen bringen.

Fazit: Die Tasche gefällt mir, aber ich würde sie so nicht noch einmal nähen.

Creative Lovers, DvD und Creativsalat.

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Donnerstag, 25. März 2021

2021 Pattern Parade - März

 Wie letzte Woche angekündigt, zeige ich diese Woche meine neue Softshelljacke Susan.


Ich habe schon einige Softshelljacken genäht, wie z.B. diese hier für den Mann, die 1 + 2 für meine Tochter nach dem Schnittmuster von Schnabelina, und diese hier für mich. Das Material verarbeite ich sehr gern und dieses hier lag schon ein paar Jahre bereit. 

Das Schnittmuster von Pattydoo ist relativ simpel und lässt sich problemlos umsetzen, insbesondere wenn man schon ein wenig Erfahrung hat. Die nächste Jacke darf also durchaus etwas anspruchsvoller sein.


Der Stoff ist braun mit kleinen kupferfarbenen Sternchen. Entsprechend habe ich auch den Reißverschluss gewählt. 


Die Schnittführung ist klassisch und gefällt mir sehr.


Die Kapuze kann man abknöpfen, obwohl ich das eigentlich nicht als "must-have" sehe. Bei allen Jacken, die ich bisher mit ablösbaren Kapuzen genäht habe, wurde in der Praxis die Kapuze nie abgeknöpft, oder abgezippt.


Für die Fotos konnte ich gestern endlich wieder raus gehen, aber ich fand es anstrengend Fotoideen zu entwickeln. Außerdem streikte mein Fernauslöser und meine Augen tränten ständig. Die letzten zwei Fotos hat meine Tochter gemacht. Das sorgte dann wenigsten für ein wenig Entspannung in den Gesichtszügen.



Meine Jacke schicke ich zu Du für Dich am Donnerstag und auch meine Linkparty hänge ich noch mal an.

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