...ein Schreiner, der lebte in einer kleinen Stadt Italiens am Mittelmeer. Er war schon ziemlich alt und hieß Guiseppe, mit Spitznamen "Blaunase". Eines Tages nahm er sich einen Holzscheit vor, ein gewöhnliches Scheit, wie man es im Winter zum Heizen benutzte. [...]
aus Alexej Tolstoi:
Das goldene Schlüsselchen oder die Abenteuer des Burattino
Dann war noch ein kleines Mädchen, das immer Lehrerin spielte und eine ganz freche Puppe in der Klasse hatte. Diese Puppe sah ungefähr
so aus und hieß Buratino. Diese Buratino-Puppe hatten die Eltern mal aus Moskau mitgebracht und das Mädchen mochte diese Puppe ob des frech-fröhlichen Gesichtsausdruckes.
24 Jahre später fand das Mädchen, nun schon erwachsen, die Puppe wieder. Doch, ach, wie hatte diese gelitten. Der Puppenkörper war schon gerissen und der Kopf war ab, die Kleidung war ausgebleicht, die Mütze zerknittert, die Hose gar ganz weg. Die Schaumstoffhaare am Kopf zerfallen.


Doch die Buratino-Puppe merkte, dass sie Glück gehabt hatte und nicht weggeworfen werden würde. Sie bat das kleine Mädchen von damals ihm zu helfen. So setzten sich beide hin und suchten Stoffe für neue Kleider aus. Das Mädchen nahm Maß und schneiderte eine neue Mütze, eine neue Bluse und neue Hosen für Buratino. Dann flickte es vorsichtig den Körper, wusch die Leimreste vom Kopf und schnitt ein paar neue Haare zurecht. Buratino zog seine neuen Kleider schnell an und machte sich auf den Weg zu dem kleinen Jungen, den das Mädchen nun selbst hatte, um mit ihm zu spielen und allerlei Unfug zu treiben. Der kleine Junge, nannte Buratino gleich Tino, und die Mutter ermahnte ihn, mit "Tino" lieb zu sein, da er mit seinen mehr als 30 Jahren nicht mehr der Jüngste sei.

