Dienstag, 6. November 2012

Buchtipp - Linoldruck für Kinder

Mein Vorhaben öfter mal ein schönes Buch mit kreativen Anregungen vorzustellen habe ich ein wenig aus den Augen verloren. Das liegt unter anderem daran, dass ich wirklich weniger in Bücher schaue, sondern viele Dinge aus dem weltweiten Netz ziehe.

Außerdem, ist mir aufgefallen, dass viele Verlage Ideen recyclen, was aber in diesem Fall nicht umweltschonend ist, denn Altbekanntes wird dabei immer wieder in neue Bücher gedruckt.

Umso mehr freue ich mich, dass ich letztens auf ein außergewöhnlich inspirierendes Büchlein gestoßen bin, welches ich nun hier vorstellen will.
Autoren: Judith Cleve & Jana Davids
Titel: Linoldruck für Kinder
ISBN: 978-3-86230-231-4

Das Buch richtet sich, wie der Titel schon sagt an Kinder, aber auch als Erwachsender ist es informativ und gibt einen guten Überblick über den Linoldruck.
Neben den nötigen Werkzeugen und den unterschiedlichen Möglichkeiten auch mehrfarbig zu drucken gibt es auch eine kleine Geschichte des Linoldrucks. Nachdem die unterschiedlichen Techniken erläutert wurden, gibt es dann noch jede Menge Ideen, was man mit Linoldruck alles verschönern kann.  Die Beispiele sind wirklich schön und machen sofort Laune selbst loszulegen. 

Fazit: Ein wirklich schönes Buch und ich überlege mir, ob es zur Anregung nicht in mein Bücherregal gehört (momentan habe ich nur ein Leihexemplar).

Mein kleiner Sohn ist allerdings für Linolschneiden noch ein wenig zu klein, ich denke, so ab 8 Jahre kann man damit loslegen.
Ich selbst habe ja schon mal vor ein paar Jahren damit experimentiert und es ist ein Gebiet das mich sehr reizt, allerdings mangelt es mir an einem entscheidenden Talent - ich kann überhaupt nicht malen. Einen Versuch gebe ich mir jetzt aber noch. Papa bastelt mir gerade noch das Zubehör und ich übe mich fleißig im Motive malen.

Kommentare:

  1. Liebe Kerstin, wenn du schreibst, du könntest nicht malen, dann lese ich das so: Du hast ein Bild im Kopf, bekommst es aber nicht genau so aufs Papier, richtig? Vielleicht liegt aber gerade dort der Hund begraben: Nämlich nicht in deinem angeblich mangelnden Talent, sondern in der viel zu festen Vorstellung im Kopf. Vielleicht versuchst du mal, alle Ideen (und damit Ideale) so weit wie möglich zu verbannen, schnappst dir einfach das Material und legst ganz ohne Plan los. Dabei entstehen oft die herrlichsten Dinge. Es muss ja auch gar nicht figürlich sein, es gibt ja noch tausend andere Möglichkeiten, Farbe aufs Papier zu bringen. Ich empfehle dir sehr die Bücher aus der "Lab"-Reihe, besonders das Collagen-Lab-Buch von Bee Shay. Sie ermuntert immer wieder dazu, erstmal nur zu probieren, mit dem Material zu spielen, und kein festes Ziel vor Augen zu haben, sondern zu schauen, was im Arbeitsprozess entsteht. Ich weiß, dieses Loslassen ist gar nicht so einfach, aber wenn man sich traut, ist das Ergebnis oft sehr schön und überraschend!
    Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Kreativsein! Liebe Grüße, Regina

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    1. Danke für Deine Empfehlungen. Wie gesagt, dass mit den festern Vorstellungen und die über den Haufen werfen ist sehr schwer für mich, denn dann geht mir das Ziel verloren. Wenn Du verstehst, was ich meine. Ich glaube, darüber könnte man mal gut einen Abend diskutieren.

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  2. Deine Schäfchen sind aber auch besonders süß geworden...dank efür den Tipp mit dem Linoldrcuk..war gerade am überlegen wie ich mir einen Stempel bastele...das könnte ich auch mal wieder machen mit Linol...muss eh ins Bastelgeschäft die Tage mal..liebe Grüße (jetzt ist´s schon bald ein Jahr her das wir uns gesehen haben ...wie die Zeit vergeht..) HEike

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  3. Jetzt musste ich gleich mal schauen, von wann Töchterchens erste Linolschnitte stammen - Anfang 2011, da war sie war acht. Mit der richtigen Anleitung ist das eine ziemlich spannende Geschichte für Kinder. Das Fräulein Sonne hat dafür ihren Opa und liebt diese gemeinsamen Stunden mit ihm (http://marabunte.wordpress.com/2011/01/03/kunst-machen/).
    Was das Zeichnen angeht,muss ich mich Regina anschließen - schalte den Kopf einfach mal aus und lass die Hände machen. Das fällt unheimlich schwer (mir jedenfalls) bringt am Ende aber oft überraschende Ergebnisse. Drawing Lab habe ich im Bücherregal, das könnte ich zum nächsten Treffen mitbringen.
    Abgesehen davon, wäre ich sowieso mal für ein Stoffdrucktreffen ... aus irgendwelchen Gründen habe ich dabei nämlich Starthemmungen.
    Ganz liebe Grüße,
    Malou

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    1. Ich habe es mal auf die Liste bei den Dresdner Nähbloggerinnen gesetzt... das Stoffdrucken. Für das Drawing Lab täte ich mich in der Tat mal interessieren.
      Ja und das mit dem Kopf aussschalten geht mir wahrscheinlich noch schwerer von der Hand. Ich bin schon immer mehr der Theoretiker gewesen. Na ich versuch mal mein Glück.

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  4. Liebe Kerstin,
    was für ein super Tipp, hab vielen Dank! Ich selbst bin für Linoldruck schlichtweg ein zu großes Trampel und schneide mich IMMER, aber das Vertrauen in meine Kinder und ihre guten Gene macht mich sehr sehr versucht, dieses Buch zu kaufen. Ist ja bald Weihnachten und so.
    Danke auch für Deinen lieben Kommentar,
    herzliche Grüße sendet Nina

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  5. Liebe Kerstin,
    vielen Dank für den Tipp!!! Ich finde es immer besonders wertvoll so welche Tipps zu bekommen, gerade wenn Frau es "freuwillig" macht ;o))))
    > den Stoff findest Du übrigens hier
    http://www.stoffundstil.de/Katalog/Bolig.aspx?group_id=9550&articleid=30692
    ganz liebe Grüße
    scharly

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  6. Das Buch habe ich auch schon gesehen, konnte nur nicht rein schauen. Danke fürs Vorstellen. Ich finde Linoldruck und auch andere Möglichkeiten (Stoff)Materialien zu bedrucken reizvoll. Aus Linol kann man auch schöne kleine Stempel herstellen. Das geht auch recht fix. Vielleicht magst du das mal ausprobieren?
    Liebe Grüße
    Stefanie

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