Sonntag, 19. Februar 2017

Nähwissen: Schnittmuster kleben

Meine Nählaufbahn begann schon im Kindesalter, erste Puppen, Puppenkleider, Taschen, etc. Meist nähte ich mit der Hand, manchmal auch mit Mamas Nähmaschine. Alles sehr stümperhaft, Schnittmuster hatte ich keine. So Freestyle ging es dann weiter als ich meine erste eigene Nähmaschine bekam. Seit 10 Jahren nähe ich nun regelmäßig, allerdings ohne irgendeine Ausbildung. Alle Techniken und Tricks sind "Best-Practice", oder von anderen abgeschaut.
Gerade bei Nähtreffen merke ich, wie gut Gedankenaustausch tut und dachte nun, dass ich hier im Blog eine kleine Serie mit meinen Nähpraktiken veröffentlichen möchte. Vielleicht geben sie Anregung, helfen, oder führen zu Diskussionen - gern - ich lasse mich überraschen.

Beginnen möchte ich mit einem coolen Trick zum schnellen Schnittmuster kleben. Der Ebook-Boom hat das Nähen vereinfacht. Man kann sich innerhalb weniger Minuten ein Schnittmuster herunterladen, die einzelnen Seiten ausdrucken und zu einem Schnittmuster zusammen kleben. 
 Lange Zeit war diese Papierschneidemaschine mein bester Gehilfe bei dieser Arbeit.
 Man schneidet eine Kante ab (rote Linie) und klebt bündig auf die nächste Seite auf, von der man dann wiederum die Kante ab... und so weiter.
 Schneller geht es, wenn man nur die Ecken an einer Kante abschneidet. Die meisten Schnittmuster haben rundherum gefasste Rahmen, wie hier, oder Klebekantenmarkierungen. Für diese funktioniert diese Technik wunderbar.
 Dann klebt man mit Hilfe dieser Linien die Schnittmusterseiten aufeinander. Die Linien sind die Orientierungspunkte.
 Fertig sieht das so aus. Vorteil ist, man hat mehr Klebefläche (alles hält besser zusammen), ein kleiner Nachteil ist, dass die Schnittlinien an der Klebekante unterbrochen sind. Aber meist kann man diese trotzdem noch gut durch das Papier durchsehen. Probiert es aus.
 Klar, dass sich der Ebook-Markt auch weiter entwickelt. Einige Schnittdesigner bieten ihre Schnittmuster in A0 Format an. Damit kann man das Schnittmuster auf einen großen Bogen im Copyshop drucken lassen. Diese gibt mittlerweile natürlich auch online und Versand nach Hause. Wenn man also gar nicht mehr kleben mag, dann ist das die Alternative.

Vielleicht hat die ein oder andere noch eine bessere Methode zum Schnittmuster kleben, dann her damit. Ich freue mich über Feedback.

Kommentare:

  1. Hallo Kerstin,
    wie schön, dass es auch Sonntags in den Näh Blogs was zu lesen gibt, gerade dann hat man Zeit und kann mit Ruhe lesen ;-))
    Deine Idee, über deine Techniken zu schreiben finde ich toll. Ich schaue übrigens sehr gerne in deinem netten Blog vorbei und freue mich schon auf weitere schöne Bilder und Berichte.
    Hab einen schönen Sonntag,
    Brigitte

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  2. Super Idee, das muss ich direkt einmal ausprobieren. Bisher habe ich auch immer die Schneidemaschine bemüht, dann aber mit Tesa zusammengeklebt. Aber gerade bei Erwachsenenschnitten dauert das gefühlt eine Ewigkeit.
    Viele Grüße Saskia

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  3. Das ist ja eine gute Idee!

    Danke fürs Teilen!

    Liebe Grüße,

    Tabea

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  4. Diese Kleberein nervt mich ungemein, Deine Technik ist toller!
    Ich kaufe trotzdem nur ebooks welche ich mir dann im Copyshop plotten lassen kann. :D oder ganz altertümlich Papierschnitte *gg*
    sei ganz lieb gegrüsst
    anja

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  5. Ich habe schon unzählige Schnittmuster zusammen geklebt und ich mag es gar nicht. Deinen Tipp habe ich noch nie gehört aber der gefällt mir richtig gut. Den werde ich beim nächsten Mal ausprobieren. Vielen Dank und einen schönen Sonntag. Liebe Grüße Ulla

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  6. Ich habe auch eine kleine Hebelschere, mit der geht das Schneiden schnell. Und kleben tu ich mit Klebeband. Ist aber auch nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung :-)
    LG Judy

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  7. Super, danke für diesen Tipp. Werde ich gleich ausprobieren. Ich hasse das Schnittmusterkleben.
    Liebe Grüße, Kathrin

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